3:4: Bad Sauerbrunn verspielt gegen Leithaprodersdorf eine 3:1-Führung
BURGENLANDLIGA
Bad Sauerbrunn spielte einmal mehr Offensivfußball. Weil man aber aus einer Vielzahl an Chancen „nur“ drei Tore machte und bei Standards unaufmerksam war, gab es gegen Leithaprodersdorf eine 3:4-Heimpleite.
Daniel Svab (r.) und der SV Leithaprodersdorf drehten einen 1:3-Rückstand noch in einen 4:3-Auswärtssieg um.
© Annemarie Puchegger
Bad Sauerbrunn - Leithaprodersdorf 3:4. Die flotte Partie begann mit einer Topchance für die Gastgeber. Tomislav Ivanovic schoss nach Idealpass von Philipp Puchegger knapp vorbei. Kurz darauf zappelte der Ball auf der Gegenseite im Netz. Nach einer Freistoß-Hereingabe bugsierte Benjamin Petö den Ball über die Linie. Danach ließen die Bad Sauerbrunner zweimal durch David Matis und einmal durch Goalgetter Michal Kozak dicke Chancen aus, ehe in Minute 38 doch noch der Ausgleich gelang. Kozak erzielte sein 19. Saisontor.
Trotz Chancenplus für Bad Sauerbrunn stand es zur Pause nur 1:1. Das Spiel blieb auch nach der Pause richtig unterhaltsam und die Hausherren waren nun effektiver. Benjamin Knessl brachte nach 65 Minuten seine Mannschaft 2:1 in Führung, als sein Schuss via Innenstange drin war. Fünf Minuten später schien der Deckel drauf zu sein. Kozak vernaschte drei Gegenspieler und bediente Knessl, der den Doppelpack schnürte - 3:1 für Bad Sauerbrunn und nur mehr 20 Minuten auf der Uhr.
Drei Leitha-Tore in sieben Minuten
Nur drei Minuten nach dem 3:1 war Leithaprodersdorf wieder im Spiel, verkürzte auf 2:3. Noel Kustor köpfelte ein, wieder ging eine Freistoßflanke dem Treffer voran. 120 Minuten später gab es Ecke für Leithaprodersdorf. Levi Markhardt war zur Stelle und glich aus. Und in Minute 80 kam es noch dicker. Ausgangspunkt? Ein ruhender Ball. Freistoß für die Gäste, der Ball landete vor Kustor, der volley einschoss und in einer verrückten Partie den SVL-Sieg sicherstellte.
Für Bad Sauerbrunn war es nicht nur ein gehöriger Dämpfer im Kampf um das Saisonziel Top-Fünf-Platz, sondern auch eine Art Déjà-vu: „Die letzten fünf Spieler erinnern mich an „Täglich grüßt das Murmeltier. Es wiederholen sich gleiche Abläufe. Wir spielen gefällig, engagiert und haben eine Fülle an Chancen. Aber wir machen keine Punkte“, so SCBS-Trainer Heinz Kremser, der ergänzt: „Hinzu kommt, dass wir vier Gegentore aus Standards bekommen haben. Möglicherweise ist dies auf das Fehlen von Routinier und Abwehrchef Thomas Piermayr zurückzuführen.“
Leithaprodersdorf-Trainer Mario Santner lobte die Moral seiner Mannschaft: „Das war eine unglaubliche Partie, eine tolle Aufholjagd. Wir erwischten den besseren Start und hatten den Gegner gut im Griff. Nach einem Abwehrfehler und dem 1:1 kippte die Partie. Kurz nach der Pause vergaben wir eine Riesenchance auf das 2:1. Am Ende gingen wir mit vier Stürmer volles Risiko und haben in sieben Minuten das Match gedreht. Das war eine unglaubliche Leistung.“
Statistik
SC Bad Sauerbrunn - SV Leithaprodersdorf 3:4 (1:1).-
Torfolge: 0:1 (12.) Petö, 1:1 (38.) Kozak, 2:1 (66.) Knessl, 3:1 (70.) Knessl, 3:2 (73.) Kustor, 3:3 (75.) Levi Markhardt, 3:4 (80.) Kustor.
Reserve:1:0 (Papazi).
SR: Fercher.- Bad Sauerbrunn, 300.
Bad Sauerbrunn:Stifter; Cerny, Toth, Tisch, Puchegger; Kornholz(72. Grgic), Stanislaw; Knessl, Ivanovic, Matis (64. Marenich); Kozak.
Leithaprodersdorf: Haberl; Simeon Markhardt (72. Saliji), Dinhof, Wölfer, Svab; Stephan Heiss (90+4. Wurzer), Dellantonio (72. Eder), Beran; Levi Markhardt (90+1. Lukas Heiss), Kustor, Petö.