Deutschkreutzer Souveränität gegen Halbturn
Burgenlandliga
Deutschkreutz ließ zuhause nichts anbrennen und ist nach minimaler Ergebniskrise Ende April seit vier Spielen ungeschlagen.
Benjamin Petö (r.) war trotz Oberschenkelprobleme gegen Ende des Spiels von Halbturn nur selten zu halten.
© Strodl
Deutschkreutz - Halbturn 2:0.Verhalten, zögerlich, abtastend - all jene Begrifflichkeiten sind passend für die Anfangasphase des Deutschkreutzer Heimspiels gegen Halbturn, denn beide Teams fanden zwar jeweils eine Halbchance vor, richtig Oberwasser erlangte allerdings niemand. Alles nach Plan, verriet Hausherren-Übungsleiter Roman Fennes: „Aufgrund unserer angespannten Personallage haben wir gesagt, dass wir ihnen das Spiel überlassen und hinten dicht machen.
Ich denke damit sind sie nicht so gut zurechtgekommen. Vorne machen wir sicher wieder ein Tor.“ Dieses Vorhaben sollte sich mit einem Energieanfall von FCBD-Sechser Mathias Hänsler mit erschreckender Akkuratesse bewahrheiten. Der Mittelfeldmann leitete als Initiator selbst ein, bekam dann an der Strafraumkante über Umwege die Kugel wieder. Eine kurze Finte reichte, um den Gegenspieler ins Leere grätschen und schlussendlich seinen Abschluss - wenngleich USV-Kapitän Rene Summer im Kasten noch dran war - im langen Eck zappeln zu lassen.
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Kein Blick in den Rückspiegel
Fortan sollte man aus or-schwarzer Sicht auch keinen Gedanken mehr an den zähen Beginn verschwenden, zeigte man sich dann auch als das diktierende Team. David Thumbergers Weitschuss nach einem tollen Solo von Benjamin Petö wurde pariert, Mate Schmaler scheiterte im Nachsetzen an Summer. Kristof Osze, der im Sturmzentrum den gesperrten Noel Kustor ersetzte, fand obendrauf zwei aussichtsreiche Möglichkeiten vor.
Fennes gestand: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir zu so vielen guten Chancen kommen.“ Beim 1:0-Pausenstand blieb es allerdings, weil der Hausherr den Zwei-Tore-Vorsprung verpasste und Halbturn aus einem Weitschuss Jan Schneiders und einem Kopfball Igor Paldans ebenso kein Kapital schlagen konnte. Nach Wiederanpfiff wäre es dann jedoch beinahe so weit gewesen - Jakub Sulc wurde nach einem Gerangel im Sechzehner auf der Linie entschärft.
Thumbergers Geniestreich fixierte Heimerfolg
Bis auf einen Schuss von Top-Torjäger Ivan Hlushko weit in der Schlussphase sollte es die einzige nennenswerte Offensivaktion der Gäste bleiben, wenngleich auch vom Gastgeber nicht mehr solch hoher Druck wie noch vor dem Seitenwechsel kam. Dementsprechend musste individuelle Klasse seinen Teil dazu beitragen. Und die kam von Thumberger, der nach einem Tiefenball von Rechtsverteidiger Christian Stutzenstein Tempo aufnahm, nach innen zog und unwiderstehlich entgegen der Laufrichtung Summers ins Glück traf.
Der Doppelpack war ihm allerdings nicht gegönnt - seinen Freistoß parierte Summer - dessen unzureichende Abwehr auch Kreitz-Kapitän Christopher Lipowsky nicht ausnutzen konnte - und wenig später kratzten auch die Nordburgenländer einen Ball von der Linie. Am 2:0-Endstand änderte sich soweso nichts mehr. Darüber freute sich allen voran Coach Fennes, der wenige Stunden danach bereits im Flieger nach Madrid saß: „Eine geschlossene Mannschaftsleistung und am Ende auch ein hochverdienter Sieg.“
Peter Herglotz, Coach des USV Halbturn: „Wir sind fast in Bestbesetzung angetreten. Nachdem bei Deutschkreutz drei wichtige Kräfte gefehlt haben, haben wir uns etwas ausgerechnet. Aber wir sind gegen die starke Defensive angelaufen und haben nichts zusammengebracht.“
Statistik
FC blaufränkisch Deutschkreutz - USV Halbturn 2:0 (1:0).-
Torfolge:1:0 (20.) Hänsler, 2:0 (61.) Thumberger.
Reserve:3:0 (Dorner, Scherz, Kroker).
SR:Ruffa.- Deutschkreutz, 236.
Deutschkreutz: Horvath; Stutzenstein, Lipowsky, Godovitsch, Tröscher; Hänsler, Eric Neubauer(90+4. Marc Neubauer); Schmaler(90+4. Glöckl), Thumberger(90+4. Fraller), Petö(90. Kollarich); Osze(71. Leon Treiber).
Halbturn:Summer; Leopold (88. Talos), Paldan, Praznovsky, Bauer (88. Knöbl); Kruzliak (88. Fuchs), Uljaky (67. Hamm), Schneider, Sulc, Hlushko; Bruck (46. Hoffmann).