Eisenstadt: Neues Cybercrime-Training-Center eröffnet

Cybercrime

Im Burgenland wurden 39 neue Polizisten ausgemustert. Gleichzeitig wurde in Eisenstadt ein neues Cybercrime-Training-Center eröffnet.

Von Von BVZ Redaktion und APA

vlnr.: LAbg. Bgm. Roman Kainrath (3. v.l.), Landespolizeidirektor-Stellvertreter Christian Wukitsch, Innenminister Gerhard Karner, Landesrätin Daniela Winkler, Landespolizeidirektor Martin Huber und LAbg. Bgm. Thomas Steiner mit Vertreterinnen und Vertretern der Polizei und den ausgemusterten Polizeischülerinnen und -schülern

vlnr.: LAbg. Bgm. Roman Kainrath (3. v.l.), Landespolizeidirektor-Stellvertreter Christian Wukitsch, Innenminister Gerhard Karner, Landesrätin Daniela Winkler, Landespolizeidirektor Martin Huber und LAbg. Bgm. Thomas Steiner mit Vertreterinnen und Vertretern der Polizei und den ausgemusterten Polizeischülerinnen und -schülern

© Christoph Novak Photography, Christoph Novak Photography

Im Festsaal der Wirtschaftskammer wurden zwei Ausbildungsklassen nach ihrer Grundausbildung feierlich ausgemustert. Im Beisein von Innenminister Gerhard Karner, Landesrätin Daniela Winkler, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sowie Landespolizeidirektor Martin Huber erhielten die Absolventen ihre Dekrete.

Nach zwei Jahren Ausbildung in Eisenstadt und Traiskirchen stehen nun 25 Männer und 14 Frauen im Dienst der Landespolizeidirektion Burgenland. Sie werden künftig in Polizeiinspektionen im gesamten Bundesland eingesetzt. Landesrätin Daniela Winkler gratulierte zum erfolgreichen Abschluss und betonte die Bedeutung gut ausgebildeter Kräfte für die Sicherheit der Bevölkerung.

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Eisenstadt: Neues Cybercrime-Training-Center eröffnet
Stefan Tkauz (Leiter des Cybercrime-Training-Centers), Landesrätin Daniela Winkler, Alfred Kollar (Vorstand der OSG), Innenminister Gerhard Karner, Martin Huber (Landespolizeidirektor Burgenland) und Bgm. LAbg. Thomas Steiner (Eisenstadt)

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Eisenstadt: Neues Cybercrime-Training-Center eröffnet
vlnr.: Oberstleutnant Manfred Tschank erhielt das goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

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Eisenstadt: Neues Cybercrime-Training-Center eröffnet
vlnr. : Hofrat Franz Schmickl, zuletzt Leiter des LSE (Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung), erhielt das große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

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Eisenstadt: Neues Cybercrime-Training-Center eröffnet
vlnr.: LAbg. Bgm. Roman Kainrath (2. v.l.), Landespolizeidirektor-Stellvertreter Christian Wukitsch, Innenminister Gerhard Karner, Landesrätin Daniela Winkler, Landespolizeidirektor Martin Huber und LAbg. Bgm. Thomas Steiner mit Vertreterinnen und Vertretern der Polizei und den ausgemusterten Polizeischülerinnen und -schülern

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Neues Trainingszentrum eröffnet

Ein weiterer Höhepunkt für die Landespolizeidirektion Burgenland war die Eröffnung des Cybercrime-Training-Centers in der Ruster Straße in Eisenstadt. Damit reagiert die Polizei auf die zunehmenden Herausforderungen durch Internetkriminalität.

Das neue Zentrum soll ab Mai 2026 als Ausbildungsstätte dienen und Polizisten gezielt auf Cyberkriminalität vorbereiten. Dabei gehe es unter anderem um Betrugsfälle im Internet, Angriffe auf persönliche Daten, Online-Radikalisierung sowie Gefahren für demokratische Strukturen.

Neben einer Grundausbildung für alle wird es auch Fortbildungen und Spezialausbildungen für Spezialisten wie die Cyber-Cobra geben, erläuterte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).

Nach Linz und Klagenfurt ist das Trainingscenter in Eisenstadt das dritte seiner Art. Die Polizei reagiere damit auf die Entwicklungen in den vergangenen Jahren. In der polizeilichen Anzeigenstatistik habe der Bereich Cybercrime und Online-Radikalisierung am meisten zugenommen, sagte Karner. Vier bis fünf Anzeigen pro Tag und 30 bis 35 Anzeigen pro Woche sind es laut Landespolizeidirektor Martin Huber im Burgenland.

Praxisnahe Schulungen mit fiktiven Fällen

Für die Polizei sei es deshalb wichtig, sich in diesen Bereichen ständig fitzuhalten, um die Bevölkerung sensibilisieren und Fälle aufklären zu können, meinte Karner. Es brauche die entsprechenden Möglichkeiten, online Spuren zu sichern, moderne Ermittlungen zu führen und die Opfer zu unterstützen, so Huber. Mit fiktiven Fallszenarien soll möglichst praxisnah unterrichtet werden.

Über einen Austausch mit dem Trainingscenter im Bereich Bildung freute sich Landesrätin Daniela Winkler (SPÖ). Gemeinsam mit Schulen sollen junge Menschen verstärkt über Risiken im Internet aufgeklärt werden. Zusätzlich ist eine Cyber-Meldestelle bei der Jugendanwaltschaft geplant, die als Anlaufstelle für Betroffene dienen soll.

„Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht aus den Medien erfahren, dass Menschen durch Aktivitäten im Internet um ihr Erspartes gebracht oder getäuscht werden, zu Handlungen verleitet werden, die großen Schaden nach sich ziehen, dass wir elektronischen Angriffen auf unsere persönlichen Daten ausgeliefert sind oder das Netz dazu verwendet wird, um die Demokratie zu gefährden oder Ähnliches“, sagte die Landesrätin. Dieser Entwicklung müsse stärker entgegengewirkt werden. Eine der wichtigsten Maßnahmen sei, dass Polizistinnen und Polizisten auf diese Art der Kriminalität gut ausgebildet und vorbereitet werden.

Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) betonte, dass solche Einrichtungen auch für die öffentliche Verwaltung wichtig seien, weil diese immer wieder Ziel von Cyberangriffen werde. Erst im Vorjahr sei die burgenländische Landeshauptstadt angegriffen worden, was aber zum Glück früh bemerkt worden sei.