Bernd Wiesberger: Volle Tourkarte verpasst, aber . . .

DP World Tour

Bernd Wiesberger fiel beim letzten Turnier der regulären Saison noch aus den Rängen für das uneingeschränkte Jahresticket 2026 hinaus. Möglichkeiten zur Rehabilitierung gibt es aber, die Spielberechtigung einer eingeschränkteren Kategorie bleibt.

Von Von BVZ Redaktion

Bernd Wiesberger, hier bei den Austrian Alpine Open – dem DP World Tour Heimturnier Ende Mai in Salzburg. Der Bad Tatzmannsdorfer wurde damals 51. und blieb unter seinen Erwartungen. Generell war die Saison für den achtfachen European Tour-Champion frustrierend.

Bernd Wiesberger, hier bei den Austrian Alpine Open – dem DP World Tour Heimturnier Ende Mai in Salzburg. Der Bad Tatzmannsdorfer wurde damals 51. und blieb unter seinen Erwartungen. Generell war die Saison für den achtfachen European Tour-Champion frustrierend.

© GEPA pictures/Christian Moser, GEPA pictures/ Christian Moser

Die Top-115 Spieler der Rangliste erhalten die Spielberechtigung der „Kategorie 10“ für die DP World Tour, also das uneingeschränkte Antrittsrecht (für die großen Events wie Major-Turniere gelten freilich zusätzliche Richtlinien).

Aus der eigenen Hand gegeben. Bernd Wiesberger rutschte vor den Genesis Championship in Südkorea nach einer völlig verpatzten Saison dank zweier besserer Ergebnisse in die grüne Zone auf Platz 113 vor. Beim letzten Turnier in der regulären Saison (vor den nun folgenden hochdotierten Play-offs der Top-Spieler ) verpasste der Bad Tatzmannsdorfer aber nach einem unnötigen Dreiputtbogey im Finish am Freitag den Cut. Darum hatte der 40-Jährige nicht mehr selbst Kontrolle über seine Platzierung und konnte nur noch in der Zuschauerrolle hoffen, doch nicht am letzten Drücker wieder rauszufallen. In den Live-Hochrechnungen pendelte der Südburgenländer dann immer wieder zwischen Platz 114 und 117, also stets rund um die Cut-Linie.

Unfassbares Überholmanöver.Spätestens am Sonntag folgte dann die bittere Realität. Bernd Wiesberger wurde noch von Konkurrenten abgefangen. Der Japaner Yuto Katsuragawa wurde Vierter und zog noch von Platz 131 in die Top-100. Schier unfassbar wurde es dann, als der US-Amerikaner Jordan Gumberg am 18. Loch ans Werk ging. Nach verzogenem Drive machte er aus der Not eine Tugend, pitchte aus mehr als 50 Meter Entfernung beim dritten Schlag des Par 5 zum Eagle und schob sich am letzten Loch noch vorbei. Weil auch der Belgier Thomas Detry mit Platz sieben und der Australier Adam Scott mit Platz 30 ausreichend Punkte für ein Überholmanöver holten, muss sich Wiesberger nun mit Platz 118 zufriedengeben.

Das „Aber“ für die Zuversicht.Rein von der Rangliste her ist der achtfache European Tour-Sieger in der Zone der DP World Tour Kategorie 19. Wiesberger ist jedenfalls nicht komplett rausgefallen. Starts bei großen Turnieren wie jenen der Rolex Series werden aber definitiv schwerer. Sprich: Man muss bei der Jahresplanung von den Spielberechtigungen her einfach kleinere Brötchen backen.

Allerdings kann es sein, dass die Rangliste vielleicht noch bereinigt wird. Ebenso ist noch unsicher, bei welchen Turnieren dann tatsächlich kein Antritt möglich ist. Kurzum: Mit einer Leistungssteigerung im neuen Jahr und guten Ergebnissen ist eine Trendwende auf der höchsten europäischen Ebene möglich. Wiesberger selbst will, wie er auf Social Media schrieb, nun einmal etwas Abstand gewinnen: „Ich bin ziemlich froh, dass diese frustrierende Saison jetzt vorbei ist. Nun freue ich mich ein paar Wochen die Schläger wegzulegen – und dann gehts im November in Australien wieder weiter.“

Von 27. bis 30.11. steht nämlich in Brisbane die BMW Australien PGA Championship am Programm. Es ist der Auftakt zur neuen Saison.