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Pensionierung von Kulturmanager Karl Wessely wurde zum Promi-Treff
Esterhazy-Abschied
Nach 17 Jahren hat man als Direktor und Kulturmanager bei den Esterhazy Betrieben viel zu erzählen: Entsprechend bunt und herzlich gestaltete sich die Pensionierungsfeier von Karl Wessely in der Selektion Burgenland. Neben vielen Kolleginnen und Kollegen sagten auch zahlreiche prominente Wegbegleiter danke.
17 Jahre Teamarbeit. Kulturmanager Karl Wessely mit früheren und aktuellen Kolleginnen und Kollegen bei Esterhazy.
© Wolfgang Millendorfer
Mit Schloss Esterházy war eine der Wirkungsstätten beim Pensionierungsfest immer in Sichtweite; Karl Wessely hatte in seinen 17 Jahren aber auch maßgeblichen Anteil an der „Neuerfindung“ der Oper im Steinbruch, an erfolgreichen Festivals und Marketing-Coups. Was einem die Kulturarbeit hinter den Kulissen abverlangt und welche schönen Momente sie dabei bereithält, das wurde beim „Fest für Karl“ ebenfalls ausführlich besprochen, manchmal mit Augenzwinkern und insgesamt in beeindruckender Vielfalt.
Bunt wie die Kultur waren auch die Gäste beim Fest in der Vinothek am Schlossplatz: Stiftungsvorsitzender Stefan Ottrubay war als Laudator ebenso dabei wie Vorstand Michael Gröschl oder die langjährige Esterhazy-Kollegin Barbara Wagner-Gmeiner, Ex-Landesrat Christian Illedits als Wegbegleiter (und Gegenüber) aus der Politik ebenso wie Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner oder Weintourismus-Obmann und Doskozil-Büroleiter Herbert Oschep.
Aus der Wirtschaft feierten unter anderem BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss (als früherer Direktionskollege), Tourismus-Geschäftsührer Didi Tunkel oder Wirtschaftsagentur-Chef Michael Gerbavsits mit.
Den größten Anteil am beruflichen Leben hatte und hat für Karl Wessely nach wie vor die Kultur. Ihr will er auch treu bleiben, wenn er sich in der Pension nun „neu erfindet“, wie er schmunzelnd ankündigte. Die Familie ist dabei der wichtigste Faktor, wie sich auch beim herzlichen Empfang in Eisenstadt zeigte. Und dem Unternehmen Esterhazy bleibt Wessely mit Rat und Tat ebenfalls erhalten.
Unter den zahlreichen Kulturgästen fanden sich in der Selektion deshalb auch Opern-Intendant Daniel Serafin, Festivalmacher Ewald Tatar, Schauspielerin Konstanze Breitebner, TV-Lady Barbara Karlich, das Klavier- und Intendanten-Duo Eduard und Johannes Kutrowatz, Mörbisch-Manager Dietmar Posteiner oder Kulturbetriebe-Geschäftsführerin Barbara Weißeisen-Halwax.
„Wollen Sie im Burgenland arbeiten?“
Spannende Geschichten hatte Karl Wessely über seinen Werdegang zu erzählen: Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Religionswissenschaften ging's von der APA und dem Journalistenclub zu Siemens - bis der gebürtige Draßburger im Jahr 2006 schließlich gefragt wurde: „Wollen Sie im Burgenland arbeiten?“ Die Antwort stand für ihn zunächst fest: „Ich bin am Weg in die Welt!“, hätte sie aus damaliger Sicht beinahe gelautet, verriet Wessely.
Doch dann kam es schnell anders, und nach zwei Gesprächen in Eisenstadt kam voller Überzeugung „die Unterschrift“ bei Esterhazy - und damit der schöne Auftrag, die weite Welt ins Burgenland zu bringen. Das gelang letztlich in vielerlei Hinsicht, erinnerte sich Wessely beim Fest: mit dem „neuen“ Steinbruch und unzähligen Stars im Schloss, bei „Herbstgold“ und mit den Schlosspark-Festivals.
In Reisen bis nach Tokyo und in die USA war Karl Wessely mit dem Esterhazy-Team als „Burgenland-Botschafter“ unterwegs. Und noch viel mehr Kultur- und Weintouristen dankten es sozusagen mit einem Gegenbesuch.
Auch auf Herausforderungen wurde beim Fest zurückgeblickt: „Wir hatten in der heißen Phase auch einige Prozesse zu führen, da bin ich mit der Rechtsabteilung so richtig zusammengewachsen“, meinte Wessely. Am Ende stand aber in jedem Fall die Conclusio: „Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, mit euch gemeinsam diesen Weg zu gehen!“