Jetzt mitmachen: Online-Tool „Wahlrechner“ will Orientierung geben

Europawahl

Mehrere NGOs stehen hinter dem „Wahlrechner“, der Österreicherinnen und Österreichern seit Montag Auskunft über ihre Parteienpräferenz bei der kommenden Europawahl geben soll. Anhand von 42 Fragen kann geklärt werden, welche Liste am ehesten mit der persönlichen Meinung zusammenpasst.

Von Von Philipp Grabner

Jetzt mitmachen: Online-Tool „Wahlrechner“ will Orientierung geben

© Shutterstock / Savvapanf Photo

Welche Partei vertritt (am ehesten) meine persönlichen Ansichten und Interessen? Beantwortete früher die Plattform „Wahlkabine“ diese Frage, tut es (erstmals bei dieser Europawahl) der „Wahlrechner“. Anhand von 42 Fragen, welche die überparteiliche Wahlorientierungshilfe zusammengestellt hat, sollen Wählerinnen und Wähler Auskunft über ihre persönliche Präferenz erhalten.

Getragen wird das neue Tool, das seit Montag verfügbar ist, von fünf demokratiepolitischen NGOs und der Andrássy Universität in Budapest. Beratend tätig bei der Erstellung war der Verein „Bizeps“, die technische Infrastruktur steuerte die NGO „KohoVolit.eu“ bei. Die Projektkoordination obliegt dem Gründungsverein Österreichische Demokratiestiftung.

Alle sieben Listen gaben Antworten ab.

Etwa fünf bis maximal zehn Minuten Zeit erfordert die Beantwortung der Fragen – abgefragt wird etwa, ob die EU Mittel zur militärischen Verteidigung gemeinsam beschaffen soll oder Falschinformationen auf Social-Media-Plattformen stärker reguliert werden sollen. Nutzerinnen und Nutzer können „dafür“ oder „dagegen“ abstimmen, zugleich aber auch angeben, ob ihnen diese Frage besonders wichtig ist oder sie diese ganz überspringen. Die Angaben der Nutzer werden mit jenen der Parteien verglichen – und das Ergebnis zeigt sodann, inwiefern die persönlichen Ansichten mit jenen der sieben kandidierenden Listen zusammenpassen.

„Wahlrechner.at ist eine Wahlorientierungshilfe für alle. Wir haben uns bemüht, die Balance zwischen Wissenschaftlichkeit und möglichst einfacher Sprache herzustellen, denn wir möchten mit dem Wahlrechner Menschen erreichen, die sonst eher politikfern sind, und auch für Erstwählerinnen und Erstwähler ein gut zugängliches Angebot bieten”, erklärt Christian Pöltl-Dienst vom Verein „PolEdu“ den Anspruch des Projektes. Abgefragt werden die Positionen aller Parteien, die diesmal zur Wahl stehen – also ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne, NEOS, die Liste „DNA“ und die KPÖ.

Hier findet ihr den EU-Wahlrechner: