Bruckneudorf & Hódmezövásárhely: Gemeindepartnerschaft nun offiziell

Feierlicher Akt

Vergangenen Freitag war eine ungarische Delegation zu Gast in Bruckneudorf.

Von Von Feri Janoska

"Familiär verbunden" zeigen sich (v.l.): Vizebürgermeister Gerold Eder, Bürgermeister Gerhard Dreiszker, Bürgermeister Péter Márki-Zay und Vizebürgermeister Károly Berényi

"Familiär verbunden" zeigen sich (v.l.): Vizebürgermeister Gerold Eder, Bürgermeister Gerhard Dreiszker, Bürgermeister Péter Márki-Zay und Vizebürgermeister Károly Berényi

© Janoska

Unter der Leitung von Péter Márki-Zay, dem Bürgermeister von Hódmezövásárhely und seines Zeichens einziger, unabhängiger Gegenkandidat Viktor Orbáns bei den vergangenen Parlamentswahlen, besuchte die ungarische Delegation, im Beisein zahlreicher Bruckneudorfer GemeindevertreterInnen, bei ihrem zweitägigen Besuch zunächst den Bruckneudorfer Friedhof und legte beim Denkmal für die sogenannten „Leventen“ einen Kranz nieder.

Dabei handelt es sich um hunderte ungarische Jugendliche, die während des Zweiten Weltkriegs von den Sowjets zur Zwangsarbeit rekrutiert wurden- einige Dutzende davon aus Hódmezövásárhely kamen im heutigen Bruckneudorfer Gemeindegebiet ums Leben. Danach begab man sich ins Gemeindeamt, um feierlich die Dokumente zu unterzeichnen. „Eine Freundschaft zwischen unseren Gemeinden gibt es bereits seit 1991, daher freue ich mich besonders, dass wir diese heute offiziell mit einem Partnerschaftsvertrag besiegeln können“, freut sich Bürgermeister Gerhard Dreiszker (SPÖ).

Dem schließt sich sein ungarischer Amtskollege an, indem er in ausgezeichnetem Deutsch betont, „dass derlei Verträge zwischen Gemeinden auf Ungarisch als 'Geschwisterverträge' bezeichnet werden und er seine Bruckneudorfer Kollegen auch als solche empfindet.“ Der ungarische Vizebürgermeister, Károly Berényi bezieht sich in seiner Rede auf die gemeinsame Erinnerung an die „Leventen“, die die „Grundlage ist für unsere Beziehungen- ich hoffe unsere Kooperation wird Früchte tragen.“

Mit der Unterzeichnung der Verträge in zweisprachiger Ausführung ist die Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden nun offiziell und ein entsprechendes Schild wird demnächst bei den Ortstafeln montiert werden. Um die „geschwisterlichen“ Beziehungen weiter zu vertiefen, wird eine Bruckneudorfer Delegation im Sommer nach Hódmezövásárhely reisen.