„Retterin“ des alten Pullendorf sagt „Viszontlátásra!“

Finissage

Die fast 87-jährige Viola Karal wird nach 57 Jahren Oberpullendorf verlassen, um bei ihrer Familie in Kärnten zu leben - in der Bücherstube Hotz-Behofsits gab es eine Finissage mit Graphitzeichnungen der Künstlerin von Menschen, Bräuchen und Gebäuden aus Mitter- und Oberpullendorf, die anhand von Fotos entstanden sind.

Von Michaela Grabner

Margarete Hotz-Behofsits organisierte eine Finissage mit en Werken von Viola Karal. Auch Bürgermeister Johann Heisz und Kultur-Stadträtin Eva Maria Kneisz wünschten der Künstlerin für ihren neuen Lebensabschnitt alles Gute.

Margarete Hotz-Behofsits organisierte eine Finissage mit en Werken von Viola Karal. Auch Bürgermeister Johann Heisz und Kultur-Stadträtin Eva Maria Kneisz wünschten der Künstlerin für ihren neuen Lebensabschnitt alles Gute.

© Michaela Grabner

Viele dieser Zeichnungen finden sich gemeinsam mit Geschichten von früher in dem Buch „Das alte Pullendorf und die Künstlerin Prof. Viola Karal“, dassie bei der Pullenale 2022 präsentiert hat.

Nachdem das Burgenland 1921 zu Österreich gekommen ist, ist in Mitterpullendorf eine sprachliche und kulturelle Insel entstanden. „Die Leute, die hier gelebt haben, haben in Armut gelebt, abgeschnitten von der ehemaligen Heimat. Sie haben einen eigenen Dialekt entwickelt, eine ganz besondere ungarische Sprache, die heute nur noch einige wenige sprechen können – und eine eigene Kultur“, so Karal der es ein Anliegen war diese für die kommenden Generationen zu bewahren und von dem ungarischen Leben hier „zu retten, was zu retten ist“. „Die Welt, die ich zeichne, gibt es nicht mehr“, stellte Karal einmal selbst fest. Ihr Buch verhalf der Stadt zu einem bleibenden Vermächtnis, auch wenn Karal selbst nach 57 Jahren Oberpullendorfwieder verlassen muss, da die 87-Jährige zu ihrer Familie nach Kärnten zieht.

Im Rahmen der Finissage verabschiedeten und bedankten sich Vertreter der Stadtgemeinde, ehemalige Kolleginnen und Kollegen der Musikschule sowie Freunde und Bekannte bei Viola Karal. „Ich darf euch alle herzlich begrüßen, obwohl der Anlass ein paar Tränen verträgt. Es kommt der Tag, wo sich etwas ändert. Das muss man akzeptieren“, meinte Gastgeberin Margarete Hotz-Behofsits. Und Bürgermeister Johann Heisz meinte: „Wenn eine solch' musikalische und künstlerische Koryphäe Abschied nimmt, hinterlässt das eine Lücke.“

So hat Viola Karal von September 1968 bis Juli 2000 an der Musikschule gewirkt, vielen Kindern Klavier gelernt und noch mehr ihre Liebe zur Musik weitergegeben. Zusammen mit der Dichterin und Gesangspädagogin Erzsébet Lévay hat sie auch mehrsprachige Lieder- und Gesangsbücher herausgebracht., Originalaufnahmen mit alten Ungarn aus Ober- und Mitterpullendorf gemacht und an einer CD mit Märchen des Mitterpullendorfer Märchenerzählers János „Kilenc“ Ribarics mitgearbeitet. Neben einigen großen Produktionen mit Kindern, die sie auf die Bühne gestellt hat, gab es auch unzählige Ausstellungen ihrer Bilder. Einige über das alte Mitterpulllendorf werden da bleiben und weiterhin in der Bücherstube Hotz-Behofsits zu sehen und erwerben sein.

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„Retterin“ des alten Pullendorf sagt „Viszontlátásra!“

© Michaela Grabner

„Retterin“ des alten Pullendorf sagt „Viszontlátásra!“

© Michaela Grabner

„Retterin“ des alten Pullendorf sagt „Viszontlátásra!“

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„Retterin“ des alten Pullendorf sagt „Viszontlátásra!“

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„Retterin“ des alten Pullendorf sagt „Viszontlátásra!“

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„Retterin“ des alten Pullendorf sagt „Viszontlátásra!“

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