Neue „Stars“ im Reptilienzoo: Mississippi-Alligatoren eingetroffen

Forchtenstein

Der Reptilienzoo Forchtenstein ist nach einer kurzen Winterpause für Besucherinnen und Besucher seit dem 31. Jänner wieder geöffnet und kann gleich mit einer ganz besonderen Attraktion aufwarten: Bonnie und Clyde, zwei beeindruckende Mississippi-Alligatoren, haben seit rund zwei Wochen ihr neues Quartier im Zoo bezogen.

Von Christian Artner

Bonnie und Clyde sind zwei Mississippi-Alligatoren. Seit rund zwei Wochen sind sie die neuen Bewohner im Reptilienzoo in Forchtenstein.

Bonnie und Clyde sind zwei Mississippi-Alligatoren. Seit rund zwei Wochen sind sie die neuen Bewohner im Reptilienzoo in Forchtenstein.

© martin_zorn_photography

Die beiden Tiere trafen Mitte Jänner aus einer Zucht aus den Niederlanden ein. Mit einem Gewicht von rund 200 Kilogramm beim Männchen und etwa 100 Kilogramm beim Weibchen zählen sie zu den größten und schwersten Bewohnern des Zoos. Zwar sind Bonnie und Clyde bereits stattliche Erscheinungen, ausgewachsen sind sie jedoch noch lange nicht. „Die beiden sind sozusagen noch Jugendliche mit ihren 25 und 26 Jahren“, erklärt Tierpflegerin Sabine. Mississippi-Alligatoren können bis zu 100 Jahre alt werden. Das Männchen zeigte im vergangenen Sommer erstmals ein Paarungsverhalten.

Nachwuchs wäre im Reptilienzoo durchaus willkommen. „Theoretisch wäre Nachwuchs möglich und auch erwünscht“, so Sabine. Erfahrung mit Reptiliennachzucht hat der Zoo jedenfalls: Zum Beispiel bei den Kaimanen, einer Unterfamilie der Alligatoren, gibt es regelmäßig Jungtiere.

Ihre Namen verdanken die neue Bewohner einer Abstimmung, an der sich die Öffentlichkeit mit Vorschlägen beteiligen konnte. In die engere Auswahl kamen „Bonnie und Clyde“ sowie „Elvis und Priscilla“ – letztlich setzte sich das berühmte Ganovenpärchen durch.

Neue „Stars“ im Reptilienzoo: Mississippi-Alligatoren eingetroffen

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Gefüttert werden die Alligatoren übrigens nicht täglich, sondern meist wöchentlich oder alle zwei Wochen. Auf dem Speiseplan stehen unter anderem Fisch, Ratten oder Hühner, erklärt die Tierpflegerin. Kleinere Mitbewohner wie Schildkröten wurden aus dem Gehege entfernt – sie hätten sonst als Beute enden können. Zwei Barsche hingegen schwimmen weiterhin unbehelligt im Wasser.

Mississippi-Alligatoren gibt es laut Kenntnisstand des Reptilienzoos in Österreich sonst nirgends zu besichtigen. Entsprechend groß war das Interesse der Besucher bereits am ersten Öffnungswochenende.

Der Reptilienzoo Forchtenstein beherbergt darüber hinaus insgesamt rund 1.000 Tiere in einer Artenvielfalt, die seinesgleichen sucht, darunter finden sich Kaimane, zahlreiche Giftschlangen wie Mambas und eine imposante Königskobra, Warane, Leguane, Schildkröten sowie europäische Reptilien, deren Bekanntheit zum Bedauern von Tierpflegerin Sabine leider noch immer zu gering ist. „Nicht jedes Reptil, das vielleicht mal vor der Haustür auftaucht, ist zwangsläufig bei seinem Besitzer ausgebüchst“, sagt sie. Besonders beliebt bei den Gästen – wenngleich auch keine Reptilien – sind auch die beiden Grün-Aras, also Papageien, die derzeit noch ihr Winterquartier beziehen, sowie ein Netzpython mit stolzen 140 Kilogramm.

Neue „Stars“ im Reptilienzoo: Mississippi-Alligatoren eingetroffen

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Eines steht für Tierpflegerin Sabine jedenfalls schon fest: Bonnie und Clyde haben das Potenzial, den bisherigen Publikumslieblingen den Rang abzulaufen und sich zu den neuen Stars des Reptilienzoo Forchtenstein zu entwickeln.

Geöffnet ist der Zoo voerst nur an den Wochenenden, ab Anfang April dann wieder sieben Tage die Woche.

Der Reptilienzoo freut sich außerdem über Spenden: Die meisten Tiere im Zoo sind abhängig von Licht als Wärmequelle. Und auch wenn die Energiekosten hoch sind, können wir ihnen nicht das Licht abschalten, da es für die Tiere zu kalt wäre und ihren biologischen Rhythmus stören würde, heißt es. Außerdem können Tierpatenschaften übernommen werden oder auch Kindergeburtstagsfeiern dort organisiert werden. Mehr Informationen dazu auf: https://reptilienzooforchtenstein.com/