Mit dem Projekt „Ein Haus geht, ein Ort bleibt“ soll das Areal der ehemaligen Volksschule und des Kindergartens neu gestaltet werden. Geplant sind neun Startwohnungen, ein Pflegekonzept für ältere Menschen und ein neuer Dorfplatz.
Südburgenland: Frauen im Gespräch
Frauen-Frühstück
Das Frühstücks-Treffen für Frauen Südburgenland feierte 25-Jahr-Jubiläum. Knapp 300 Frauen nahmen teil.
Die Jubiläumsveranstaltung zum 25. Geburtstag war ein voller Erfolg.
© Sandra Gyaky
Zeit für dich! Unter diesem Motto finden seit 25 Jahren zwei Mal im Jahr die Frühstückstreffen für Frauen statt. Beim Jubiläum im Kulturzentrum Oberschützen waren knapp 300 Frauen anwesend.
„Hier können sich Frauen zu einem schön gedeckten Frühstückstisch setzen und sich mal selber bedienen und umsorgen lassen und dabei noch gemütlich mit Freundinnen ins Gespräch kommen“, sagt Organisatorin Sandra Gyaky. Wobei aber nicht das Essen im Vordergrund steht, sondern das Zusammenspiel aus einem abwechslungsreichen Musikprogramm, authentischen Lebensberichten und interessanten Vorträgen, die den Charakter der Frühstückstreffen prägen.
Nach Schweizer Vorbild entstanden
Die Frühstückstreffen für Frauen breiteten sich von der Schweiz nach Deutschland und von dort auch nach Österreich aus. Das erste Treffen fand vor 35 Jahren in Oberösterreich statt, zurzeit gibt es 15 verschiedene Veranstaltungsorte in ganz Österreich. „Ich las das Buch von Barbara Jakob über die Entstehungsgeschichte der Frauenfrühstücke in der Schweiz. Mir gefiel das Konzept: Frauen treffen sich in einem Restaurant, genießen ein gutes Frühstück und hören in einer entspannten Atmosphäre, wie Frauen ihren Glauben im Alltag leben,“ erzählt Sandra Gyaky. „Ich konnte einige Freundinnen auch für diese Idee begeistern, und nachdem wir ein Frauenfrühstück in Bad Vöslau besucht hatten, entschieden wir: Das machen wir auch bei uns!“
Ökumenischer Tag der Begegnung
Die Frühstückstreffen für Frauen sind ökumenisch ausgerichtet, die Mitarbeiterinnen, die sich ehrenamtlich engagieren, kommen aus der evangelischen, katholischen und reformierten Kirche. Und sie leben in den verschiedensten Orten des südlichen Burgenlandes. Verbindend ist ihr gemeinsamer Glaube an Jesus, den sie an andere weitergeben möchten. „Das Frauenfrühstück versteht sich als Ort der Begegnung, wo wir Frauen miteinander ins Gespräch kommen können und einander Mut machen wollen für unsere Aufgaben, in denen wir stehen. Gerade in dieser unstabilen Zeit braucht es Veranstaltungen wie unser Frühstückstreffen, die Mut und Trost und Hoffnung spenden. Gerade jetzt braucht es Menschen, die ihren Glauben bezeugen und anderen von Gottes Fürsorge erzählen,“ ist Sandra Gyaky überzeugt. Schon beim 1. Frühstückstreffen am 20. März 1999 kamen über 200 Frauen. „Bis zur erzwungenen Corona-Pause hatten wir immer zwischen 300-400 Besucherinnen,“ erinnert sich Sandra Gyaky.
„Das erste Frühstückstreffen, an dem ich teilgenommen habe, war 2011. Damals hatte ich meinen älteren Sohn im Kinderwagen dabei. Mir gefiel die herzliche Atmosphäre, mit der ich dort gleich aufgenommen worden bin. Und ich glaube, dass diese Veranstaltung eine wunderbare Chance ist, Gott auf neutralem Boden durch andere Frauen besser kennen zu lernen. Und deshalb habe ich dann auch begonnen, im Organisationsteam mitzuarbeiten und freue mich, dass ich seit einigen Jahren gemeinsam mit Sandra die Damen als Moderatorin durch den Vormittag begleiten darf“, sagt Elisabeth Köberl. „Ich treffe mich gerne mit Frauen, um mich auszutauschen. das Rahmenprogramm gefällt mir und es ist schon auch so, dass Vorträge Dreh- und Angelpunkt für Inspirationen sind, das eigene Leben zu reflektieren und zu überlegen, welche Schrauben nachzustellen sind“, sagt Michaela Müllner.
„Ich arbeite fast von Beginn an im Orgnaisationsteam mit, weil diese Gemeinschaft eine Vielfalt an Talenten und Fähigkeiten hervorbringt“, sagt Susanne Frohnwieser-Posch. „Wenn sich viele Menschen einbringen, wird die Veranstaltung rund und das Frauenfrühstück selbst bringt Kraft und Inspiration für den Alltag“.
Den Musikbeitrag gestaltete bei der Jubiläumsfeier die Gruppe „Symphonie“, die mit ihren einfühlsamen Songs die Frauen begeisterte. Judith Beham, selbst langjährige Mitarbeiterin des Frauenfrühstückes, teilte mit den anwesenden Damen einige Erfahrungen aus ihrem Glaubensleben und die dipl. Lebens- und Sozialberaterin Maria Utri aus Linz sprach über das Thema „Geborgenheit – die große Sehnsucht des Menschen“.