Flohmarkt in Güssing als Frequenzbringer

Freunde der Stadt Güssing

Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung des Jahres grünes Licht gegeben: Ab 10. Jänner belebt ein regelmäßiger Flohmarkt den Güssinger Marktplatz und Teile der Schlossgasse.

Von Bertie Unger

Flohmärkte sind Frequenzbringer. In Güssing wurden nun Teile des Marktplatzes und der Schlossgasse fit für einen Flohmarkt gemacht.

Flohmärkte sind Frequenzbringer. In Güssing wurden nun Teile des Marktplatzes und der Schlossgasse fit für einen Flohmarkt gemacht.

© Symbolfoto

Flohmärkte gelten vielerorts als einfache, aber wirksame Maßnahme gegen Frequenzmangel und Leerstand in Stadtzentren. In Güssing wird dieser Weg nun konkret beschritten. In der Gemeinderatssitzung am 22. Dezember wurden neue Flächen für einen regelmäßigen Flohmarkt beschlossen. Mit 27 Stimmen dafür und einer Enthaltung fiel der Beschluss deutlich aus.

Erster Termin für 2026 steht bereits fest

Der Flohmarkt soll künftig auf einem Teil des Marktplatzes sowie in der Schlossgasse stattfinden. Der erste Termin im neuen Jahr ist bereits fixiert: Am 10. Jänner startet der Markt von 7 bis 12 Uhr. Die übrigen organisatorischen und rechtlichen Bestimmungen wurden bereits im Vorfeld beschlossen.

„Freunde der Stadt Güssing“ als Projektträger

Träger des Projekts ist der Verein „Freunde der Stadt Güssing“, der sich seit Längerem für eine Belebung des Stadtzentrums einsetzt. Auch die notwendigen Verkehrsregelungen sind bereits in Vorbereitung, entsprechende Ansuchen wurden eingebracht. Der Vertrag für die Nutzung der Flächen ist auf Obmann Franz Lang eingetragen, der den Flohmarkt organisatorisch begleitet. Mit dem Flohmarkt soll gezielt zusätzliche Frequenz ins Zentrum gebracht werden. „Flohmärkte sprechen ein breites Publikum an – von Schnäppchenjäger:innen und Sammler:innen bis hin zu Menschen, die den Marktbesuch mit einem Stadtbummel verbinden. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt spielt auch der soziale eine Rolle: Flohmärkte schaffen Begegnung, Gespräch und Aufenthaltsqualität“, heißt es seitens des Vereins. „Wir wollen zeigen, dass man auch mit kleinen Dingen viel bewegen kann“, sagte Vereinsobmann Franz Lang zur Gründung des Vereins vor ein paar Monaten.

Alltagstauglichkeit statt Aktionismus

Die „Freunde der Stadt Güssing“ setzen dabei weniger auf Aktionismus als auf Alltagstauglichkeit. Es geht nicht um große Inszenierungen, sondern um das, was im Stadtleben oft fehlt: Begegnung, kurze Gespräche, ein Grund, stehen zu bleiben. „Wir sind alle beschäftigt, jeder hat seinen Alltag. Aber irgendwann merkt man, dass das Miteinander verloren geht“, sagt Franz Lang. In anderen Städten haben ähnliche Formate jedenfalls gezeigt, dass Flohmärkte nicht nur an den Markttagen selbst wirken, sondern auch darüber hinaus Impulse setzen können. Ob sich dieser Effekt auch in Güssing einstellt, wird sich zeigen. Klar ist aber: Mit dem Beschluss des Gemeinderates ist der politische Rahmen geschaffen, um den Flohmarkt als fixes Element im Stadtleben zu etablieren.