Antau: Notwendige Maßnahmen trotz knapper Mittel

Gemeindefinanzen

Die burgenländischen Gemeinden stehen vor herausfordernden Zeiten – dies bestätigt auch Antaus Bürgermeister Frank Wiemer (ÖVP). Trotzdem sollen Projekte, wie die Sanierung des Hauptplatzes umgesetzt werden. Beim Entlastungspaket des Landes Burgenland sieht er jedoch noch Diskussionsbedarf.

Von Bernhard Matouschek

Trotz finanzieller Herausforderungen setzt Antau auf notwendige Sanierung.

Trotz finanzieller Herausforderungen setzt Antau auf notwendige Sanierung.

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Zu Beginn des Jahres sprach Bürgermeister Wiemer in der Gemeindezeitung von einem schwierigen Finanzjahr 2025. Deshalb müsse man mit dem zur Verfügung stehenden Geld sehr genau haushalten, um nicht unter die finanzielle Aufsicht des Landes zu geraten. Dennoch hat der Gemeinderat von Antau einstimmig beschlossen, den in die Jahre gekommenen Hauptplatz zu sanieren. „Die Sanierung ist absolut notwendig, bevor es noch zu Verletzungen und Unfällen kommt“, betont Bürgermeister Wiemer. Er gehe zudem davon aus, dass noch Unterstützung durch das Land Burgenland erfolgt – umgesetzt werde das Projekt aber auf jeden Fall. Auch Vizebürgermeister Michael Strass (SPÖ) sprach sich klar für die Sanierung aus – dabei gehe es um kaputte Pflastersteine, die besonders für Radfahrer gefährlich sind.

Entlastungspaket sorgt für offene Fragen

Ein noch umstrittener Punkt in der Budget-Politik ist das unlängst vorgestellte Entlastungspaket des Landes Burgenland. Dieses Gemeindepaket würde dem Bezirk Mattersburg in den nächsten zehn Jahren rund 47,93 Millionen Euro einbringen. Für Antau wären das etwa 972.000 Euro. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Gemeinden ihre Anteile am Burgenländischen Müllverband (BMV) an das Land übertragen.

Besonders kritisch wird dabei die Bewertung des BMV gesehen – hier liegen zwei Gutachten weit auseinander: Während das vom Land beauftragte Gutachten einen Wert von 60 bis 80 Millionen Euro nennt, kommt eine Bewertung des Verbandes selbst auf 165 bis 334 Millionen. Bürgermeister Wiemer habe von diesen unterschiedlichen Gutachten über die Medien erfahren und betont: „Es herrscht noch keine Klarheit.“ Er fordert weitere Gespräche – die Strukturen an sich müssten überdacht werden: „Da gäbe es genug Möglichkeiten.“

Konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat

Im Antauer Gemeinderat verläuft die Zusammenarbeit der Parteien grundsätzlich gut. „Die Zusammenarbeit ist sehr gut und professionell – über politische Ebenen hinaus“, betont Vizebürgermeister Strass. Auch Bürgermeister Wiemer bestätigt das konstruktive Miteinander: „Wir haben sehr viele Beschlüsse einstimmig gefasst.“ Gleichzeitig gibt er zu bedenken, dass es mitunter auch politisches Hin und Her gebe, das auf die Gemeinde überschwappt. „Man versucht, mit vielen Themen Wahlkampf zu betreiben – dabei sehe ich mich als Bürgermeister für alle Bürgerinnen und Bürger von Antau.“