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Zwei neue Gemeinderäte für Gemeinde Mannersdorf
Gemeinderatssitzung
Die finanzielle Lage der Gemeinde Mannersdorf stand im Fokus der Gemeinderatssitzung.
Neue Mandatare. Bürgermeister Herbert Schedl (r.) und Vizebürgermeister Stefan Rabel (l.) hießen Emmerich Holler und Vera Wohlmuth-Tompeka, die schon zum zweiten Mal im Gemeinderat ist, willkommen.
© Michaela Grabner
Bei der Gemeinderatssitzung wurden mit Vera Wohlmuth-Tompek (SPÖ) – sie folgte auf Werner Korner – und Emmerich Holler (BLVP) – er übernahm das Mandat von Claus Frühwirth – gleich zwei neue Gemeinderäte angelobt.
Im Fokus der Sitzung stand der Rechnungsabschluss für 2024, der im Nettoergebnis ein Minus von 597.033,30 Euro und im Geldfluss aus der voranschlagswirksamen Gebarung ein Minus von 788.153,40 Euro aufweist. Die liquiden Mittel betrugen per 31.12.2024 1.481.086,03 Euro.
„Diese sind der Grund, warum der Voranschlag 2025 noch genehmigt worden ist“, führte BLVP-Gemeindevorstand Harald Schermann aus. Er berichtete vom Wirtschaftsausschuss, der sich auf Basis des Voranschlags 2025 mit der finanziellen Situation der Gemeinde beschäftigt hatte. Aufwendungen von 5,2 Millionen Euro (davon eine Million Euro für Personal, 3,7 Millionen Euro für Sachaufwand wie Investitionen, Projekte,Förderungen, Energie und 0,5 Millionen Euro für Zinsen und Darlehenstilgungen) stehen 4,2 Millionen Euro an Erträgen (3 Millionen aus Abgaben und sonstigen Einnahmen, 1,2 Millionen für Ertragsanteile) gegenüber.
„Das Problem ist, dass wir zurzeit aus dem laufenden Geschäft die Tilgungen nicht zahlen können. Wir müssen Schulden machen, um unsere Schulden zurückzahlen zu können“, führte Schermann aus. Vorrangig müsse man nun einmal diese halbe Million sparen. Deshalb wird der Wirtschaftsausschuss am 23. Mai wieder tagen, um alle geplanten Projekte zu durchleuchten. „Da geht es darum, was ist wirklich lebensnotwendig und nicht was wäre gut oder was wünschen sich die Leute“, stellt Schermann schonungslos klar. Überlegungen gehen auch dahingehend, einen Teil der 33 im Besitz der Gemeinde befindlichen Gebäude zu veräußern. „Wir müssen schauen, dass wir da etwa bereinigen. Da geht es nicht um die Ortsteile und wie was aufgeteilt wird, es wird am wichtigsten sein, darüber nachzudenken, was am sinnvollsten zu erhalten ist, das ist vielleicht nicht populär, aber verantwortungsvoll.“