Isabella Holpfer: In Südafrika gleich dreimal auf Betriebstemperatur

Golf Ladies Tour

Isabella Holpfer nimmt nun drei Turniere der Sunshine Ladies Tour in Angriff, um sich unter Wettkampfbedingungen auf die weiteren Aufgaben vorzubereiten. Da gilt es dann für die Olbendorferin, sich auf der europäischen LET Access Series möglichst weit vorne zu platzieren. Die Profi-Serie der zweiten Europa-Ebene wartet noch mit einem speziellen Event auf: Holpfers Heimturnier in Stegersbach.

Von Von Bernhard Fenz

Nach dem Training ist vor dem ersten Abschlag. Isabella Holpfer bereitete sich zuletzt vor und will es nun in Südafrika auf Turnierbasis wissen.

Nach dem Training ist vor dem ersten Abschlag. Isabella Holpfer bereitete sich zuletzt vor und will es nun in Südafrika auf Turnierbasis wissen.

© zVg/Holpfer

Es wird das vierte Event der LET Access Series, wenn die Profi-Golferinnen von 21. bis 23. Mai im Allegria Golf Resort in Stegersbach abschlagen. Im vergangenen Sommer entstand die Idee im Zuge eines gemeinsamen Termins von Isabella Holpfer mit dem Resort-Team und dem Clubmanagement. Aus der Idee wurde ein Plan, der mittlerweile in die Tat umgesetzt wird.

„Seit 13 Jahren gibt es in Österreich kein Profi-Turnier für Frauen mehr. Die Voraussetzungen sind hier top“, weiß Holpfer, die freilich vergleichende Erfahrungswerte hat. „Hier ist das Hotel am Golfplatz, die Spielerinnen brauchen kein Mietauto oder dergleichen, es ist alles vor Ort. Schon alleine deshalb ist das ein sehr attraktives Event.“

Turnier in Stegersbach mit „Vielleicht“-Heimvorteil

Rein sportlich will die 24-Jährige dann auch einen gewissen Heimvorteil auf dem Platz, den sie bestens kennt, nutzen. „Ein paar Löcher sind schon so, dass man eine gute Strategie benötigt. Vielleicht ist das ein Erfahrungsvorteil, andererseits sind schon genug Spielerinnen dabei, die das rasch erkennen und umsetzen können.“

Bis es soweit ist und die Südburgenländerin beim Turnier im Südburgenland abschlägt, stehen andere Herausforderungen an. Derzeit befindet sich Isabella Holpfer in der Nähe von Kapstadt. Bei den Standard Bank Ladies Open im Durbanville Golf Club nahe Kapstadt spielt sie von Donnerstag bis Samstag das erste Turnier der Sunshine Ladies Tour (eine acht Turniere dauernde Serie in Südafrika). Zwei weitere Turniere folgen noch (26. bis 28. Februar, 5. bis 7. März), ehe es dann wieder retour geht.

Zuletzt war sie in Spanien im Training und hatte sich hier dem NÖ-Landeskader angeschlossen – Trainer Max Baltl ist auch Betreuer des besagten Kaders. „Technisch passt alles soweit. Ich habe mich auf die mentale Komponente konzentriert. Auch dafür sind die Südafrika-Turniere jetzt ein guter Testlauf.“

Am 3. April startet dann nämlich die LET Access Series in Frankreich, wo Holpfer kontinuierlich punkten will. Das Optimalziel ist hoch – ein direktes Ticket für die Ladies European Tour 2026. Da müsste sie aber schon unter den Top-Sieben der Jahreswertung landen. Andernfalls geht es wieder in die Tourschool, also die beinharte Quali-Mühle, in der sich die Anwärterinnen dann in Turnierform um die wenigen Plätze, die am Ende der Stages tatsächlich für die Elite-Liga offen sind, matchen.

Doch auch hier, wo es um die Spielmöglichkeiten auf der LET Access Tour geht, nehmen die Allegria Stegersbach Ladies Open für Holpfer indirekt eine wichtige Rolle ein, denn: „Durch das Österreich-Event habe ich bereits einige Einladungen zu anderen Turnieren erhalten und kann somit viel spielen. Das erhöht natürlich die Chancen.“

Mit ihrem aktuellen Status – Kategorie 12 – müsste sie sonst stets hoffen, in das Starterfeld hineinzurutschen. Diese Schwierigkeit ist somit entschärft, die Südburgenländerin muss aber klarerweise konstant gut spielen. „Darauf wird es ankommen. Wenn ich über das gesamte Jahr konstant spiele, ist es auch möglich.“

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