Burgenländisches Mehl für Menschen in Not

Hilfsaktion

Aus Großmürbisch kommt dieser Tage nicht nur gutes Korn, sondern auch ein starkes Zeichen gelebter Solidarität: Durch die Kooperation der Vereine Mirabergen aus dem Südburgenland und MUT aus Wien werden derzeit 800 Kilogramm Mehl aus burgenländischem Weizen und Roggen kostenlos an armutsbetroffene Menschen ausgegeben.

Von Bertie Unger

1000 kg Weizen und Roggen (Bio in Umstellung), die auf den Feldern des Vereins Mirabergen in Großmürbisch gewachsen sind, werden aktuell in Form von hochwertigem MUT-Mehl zu je 1kg im Gratis-Sozial-Greissler und im Tante Nele Laden vom Verein MUT ausgegeben.

1000 kg Weizen und Roggen (Bio in Umstellung), die auf den Feldern des Vereins Mirabergen in Großmürbisch gewachsen sind, werden aktuell in Form von hochwertigem MUT-Mehl zu je 1kg im Gratis-Sozial-Greissler und im Tante Nele Laden vom Verein MUT ausgegeben.

© MUT

1.000 Kilogramm Getreide – biologisch angebaut und in Umstellung – wuchsen auf den Feldern des Vereins Mirabergen. In der oberösterreichischen Mühle Rosenfellner wurde das Korn unentgeltlich gemahlen und abgepackt. Das Ergebnis ist das sogenannte MUT-Mehl, das nun in Wien in den Sozialprojekten des Vereins MUT an Menschen verteilt wird, die Hilfe benötigen.

„Es ist eine wunderbare Kooperation von zwei Vereinen, die soziales und ökologisches Denken vereinen. Die Mühle hat das Mahlen und Branding gratis übernommen – das ist gelebte Solidarität“, sagt Dietmar Walch, Obmann des Vereins MUT.

Auch Edith Bauer-Wolf, Vorstandsmitglied des Vereins Mirabergen, betont die Bedeutung des Projekts: „Wir sind dankbar, dass unser gemeinschaftliches Wirken Früchte trägt und wir die Ernte mit jenen teilen können, die Unterstützung brauchen. Das ist für uns echte Gemeinschaft und gegenseitige Wertschätzung.“

Das Mehl kommt im Gratis-Sozial-Greissler und im Tante-Nele-Laden des Vereins MUT zum Einsatz. Rund 250 Menschen erhalten dort wöchentlich Lebensmittel und Hygieneartikel. Im Tante-Nele-Laden werden zusätzlich etwa 40 Alleinerziehende regelmäßig mit individuell zusammengestellten Hilfspaketen versorgt – im Wert von 60 bis 80 Euro. Darin finden sich Grundnahrungsmittel, Windeln und Kinderpflegeprodukte. Unterstützt werden kann das Projekt über das Crowdfunding auf respekt.net/mut.

Das gemeinsame Projekt zeigt, wie regionale Landwirtschaft und soziale Verantwortung ineinandergreifen können. Im Zentrum steht der Gedanke, dass Wertschöpfung auch Wertschätzung braucht – und dass Teilen ein gesellschaftliches Prinzip sein kann.

Ein Stück burgenländische Erde wird so zu einem Stück sozialer Verantwortung.

Über die Vereine MUT und Mirabergen

Der Verein Mirabergen betreibt in Großmürbisch ein 25 Hektar großes Hof-, Wohn- und Seminarprojekt, das als Lern- und Entwicklungsort für generationenübergreifendes Zusammenleben gedacht ist. Nachhaltigkeit, Biodiversität und Gemeinschaft stehen dabei im Vordergrund. Mit Spenden und Privatdarlehen – als Alternative zu klassischen Bankkrediten – wurden in den letzten Jahren Landwirtschaft, Seminarräume und gemeinschaftlicher Wohnraum aufgebaut.

Der Verein MUT, 2005 in Wien gegründet, arbeitet österreichweit in den Bereichen Obdachlosenhilfe, Kinder- und Familienhilfe, Lebensmittelrettung und Krisenunterkünfte. Über 35.000 Mitglieder unterstützen die Projekte.