„Eigenheimsiedlung“ in Bruckneudorf feiert Geburtstag

Historisches Projekt

Die Eigenheimsiedlung in Bruckneudorf feiert heuer ihr 100-jähriges Bestehen. Grund genug für einige Hobbyhistoriker sich dieses Themas anzunehmen.

Von Von Feri Janoska

Christian Zenger (links) und Franz Schmitzhofer beschäftigen sich intensiv mit der Geschichte der ältesten Genossenschaft des Burgenlands. Im Hintergrund sind noch die Originalbauten zu sehen.

Christian Zenger (links) und Franz Schmitzhofer beschäftigen sich intensiv mit der Geschichte der ältesten Genossenschaft des Burgenlands. Im Hintergrund sind noch die Originalbauten zu sehen.

© Janoska

Bereits seit mehreren Monaten befassen sich Gemeindevorstand Christian Zenger (SPÖ), Vizebürgermeister a.D. Adalbert „Bertl“ Spendlik und Bürgermeister a.D., Franz Schmitzhofer, mit der Geschichte des „ersten genossenschaftlichen Wohnbaus im Burgenland, was ich persönlich besonders spannend und bemerkenswert finde“, wie Zenger erzählt.

Geplant ist ein „historischer Abriss in Form eines kleinen Büchleins“, von den Anfängen, gekennzeichnet durch eine akute Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg, über das Lazarett im damaligen „Királyhida“ (ungarisch für Bruckneudorf), die Gründung der Genossenschaft und der Baubeginn in der Mitte der 1920er Jahre, bis hin zur Bombardierung im Zweiten Weltkrieg, bei der auch Schmitzhofers Elternhaus in Mitleidenschaft gezogen wurde, und schließlich die Umgestaltung nach dem Ende des Krieges.

Während der NS-Diktatur versuchte die damalige „Deutsche Ansiedlungsgesellschaft“ die BewohnerInnen umzusiedeln und das Areal dem Truppenübungsplatz anzugliedern, was ihnen jedoch nicht gelang. Unzählige Dokumente in Form von Plänen, Verträgen und Fotos haben die drei in den vergangenen Monaten durchforstet und aufgearbeitet. Schmitzhofer dazu: „Es gibt viele Bilder, auf denen Personen zu sehen sind, aber leider kaum Aufnahmen von den Gebäuden selbst. Wir würden uns sehr freuen, wenn der ein oder die andere noch alte Fotos in Besitz hat und sie uns für das Projekt zur Verfügung stellen würde.“

Dieser freut sich „ganz besonders über die Zusammenarbeit mit Christian und Bertl“, was auch persönliche Gründe als Ursache hat, denn Schmitzhofers Großvater Johann Schmitzhofer war wesentlich an der Gründung und Verwirklichung der Eigenheimsiedlung beteiligt. Das kleine Kompendium mit allerlei interessanten Fakten und Anekdoten soll noch in diesem Jahr erscheinen.