Feuer gelegt, hoher Schaden: Diversion für 14-Jährige

Bezirk Mattersburg

14-jährige Schülerin stand vor Gericht, weil sie in Wohnhaus Feuer gelegt hatte.

Von Elisabeth Kirchmeir

Das Feuer hatte in dem Einfamilienhaus erheblichen Sachschaden angerichtet.

Das Feuer hatte in dem Einfamilienhaus erheblichen Sachschaden angerichtet.

© Feuerwehr

Im August 2023 hatte es in einer Ortschaft im Bezirk Mattersburg Feueralarm gegeben: In einem Einfamilienhaus war ein Brand ausgebrochen.

Wie sich später herausstellte, hatte eine im Haus wohnende 14-Jährige das Feuer gelegt. Sie hatte Benzin und Alkohol ausgeleert und diese leicht brennbaren Flüssigkeiten angezündet.

Die Jugendliche musste sich am 27. Februar 2024 vor einem Jugendschöffensenat verantworten und übernahm die Verantwortung für die begangene Straftat.

Ein engagierter Nachbar, selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in der Ortschaft, hatte nach Brandausbruch bereits vor Eintreffen der Feuerwehrkollegen mittels Handfeuerlöscher mit der Brandbekämpfung begonnen.

Als die Feuerwehr eintraf, war der Brand bereits eingedämmt. Ein Atemschutztrupp durchsuchte das Haus, weil zunächst der Verdacht bestand, es könnte sich noch eine Person darin aufhalten, was aber nicht der Fall war.

Im Einsatz standen damals vier Feuerwehren, Polizei und Rettung.

Die Jugendliche wollte vor Gericht nichts über den Tathergang und die Beweggründe für die Tat sagen. Sie übernahm aber die Verantwortung für die Brandlegung und erklärte, dass ihr die Tat leid tue.

Aufgrund der Verantwortungsübernahme bot der Jugendschöffensenat eine Diversion an: Das Strafverfahren wird auf eine Probezeit von zwei Jahren vorläufig eingestellt. Die Jugendliche erhielt die Weisung, eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen.

Laut dem Hausbesitzer, früher Lebensgefährte der Mutter der Jugendlichen, beläuft sich der durch das Feuer verursachte Schaden Schätzungen zufolge auf 120.000 Euro.