Unterschiedliche (Gefühls-)Ebenen im Profigolf

Holpfer/Wiesberger

Isabella Holpfer wechselte zuletzt mit Platz drei auf die Überholspur auf ihrer Tour, Bernd Wiesberger hinkt bei den Männern auf Europas Elitetour derzeit hinten nach.

Von Von BVZ Redaktion

Isabella Holpfer kommt vor dem Saisonfinale in Schwung.

Isabella Holpfer kommt vor dem Saisonfinale in Schwung.

© Lexi, Jens Krauss

Es ist eine Tour als Entwicklungs-Ebene bei den Frauen, auf der die Olbendorferin Isabella Holpfer in dieser Saison aktiv ist. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich die 24-Jährige auf der LET Access Series aber sportlich gut eingefunden, zuletzt gelang Holpfer mit Platz drei in Irland ihr erstes Top-Ergebnis. In der Order of Merit steht sie nun auf Platz 30 – die Kurve ist steigend. Ziel ist, zu Saisonende unter den Top-31 zu sein, um im Rahmen des Qualifying School die erste Hürde auslassen zu können und sich gleich für die Final Stage ein Ticket zu sichern. Denn hier schließt sich der Kreis: Idealerweise soll der Weg dann in die Ladies European Tour führen. Auch wenn der Weg dorthin zäh ist, vieles zusammenpassen muss. „Ich bin mit meiner Leistung derzeit sehr zufrieden. Das lange Spiel war schon in den vergangenen Wochen sehr gut, zuletzt habe ich aber auch sehr gut geputtet und viel gelocht“, ließ die Südburgenländerin wissen.

Außerdem stellte sie am Schlusstag, an dem sie im letzten Flight spielte, auch ihre Nervenstärke unter Beweis, spielte mit der 71 noch eine Runde unter par und beendete das Turnier so mit -5. Das alles lässt für die weiteren Aufgaben hoffen. Am Freitag geht es mit dem Turnier in England weiter. Dann folgen noch drei Events, ehe abgerechnet wird.

Bei den Männern hat Bernd Wiesberger seit vielen Jahren (bis auf den Abstecher für zwei Saisonen zur LIV-Tour) seinen Fixplatz auf der DP World Tour, der höchsten europäischen Ebene. Dieser wackelt nun, denn die Tourkarte für die neue Saison ist aufgrund fehlender Top-Ergebnisse stark gefährdet. Zuletzt war beim Omega European Masters in der Schweiz einmal mehr die fehlende Konstanz ein Punkt. Eine Runde von fünf über Par gab am dritten Tag, dem Moving Day, wieder die falsche Richtung vor. Statt in die Top-Regionen ging es nach unten im Cup-Feld. Am Ende war eine starke 66er-Runde gut, aber der 55. Platz hilft nicht weiter. Die nächste Chance gibt es aber bereits ab Donnerstag: Da spielt der Bad Tatzmannsdorfer in Irland beim Irish Open um die Trendwende.