Im Burgenland wird noch intensiver für Kinder und Enkel vorgesorgt, als in anderen Bundesländern. Die Sparstudie der Erste Bank zeigt aber auch, dass gerne konservativ veranlagt wird. Dabei können schon kleine Beträge auf lange Sicht große Summen bringen - und das wird durch das „Zukunftsdepot“ des Bundes jetzt besonders interessant.
Das wird der heißeste Jänner aller Zeiten im Burgenland
Intensiv-Wahlkampf
Sechs Parteien, ein Wahlkampf und nur mehr knapp zwei Wochen: Jetzt geht's um den Landtag – für manche um alles oder nichts. Mit ihren Kandidatinnen und Kandidaten haben sich die Listen positioniert, im Finale werden nun alle Kräfte aufgeboten.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und SPÖ-Landesgeschäftsführerin Jasmin Puchwein enthüllten das neue Plakat zum Wahlkampf-Finale.
© Wolfgang Millendorfer
Eine erste Vorentscheidung fällt tatsächlich schon in einer Woche, am vorgezogenen Wahltag: Wer nach dem 10. Jänner die Nase vorn hat, das bleibt aber bis zum Endergebnis geheim. Als bislang einzige offizielle Umfrage zur Landtagswahl hat die IFDD-Analyse im Auftrag der BVZ gezeigt, dass es dieses Mal so spannend wie nie wird: vom (absoluten) SPÖ-Sieg bis zur FPÖ-ÖVP-Mehrheit, vom Drei-Parteien-Landtag bis zum Regenbogen ist alles drin.
Die SPÖ setzt mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und seinem Regierungsteam auf das Motto „Weiterarbeiten“: mit Themen wie Pflege und Gesundheit oder Energiepreis-Angeboten zählt man auf das Regierungsprogramm und hält sich mit Angriffen bislang zurück. Das wird sich am 6. Jänner ändern, wenn Doskozil und Co. beim Wahlkampf-Auftakt in Oberwart 2.000 Funktionäre und Funktionärinnen motivieren.
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Im Gegensatz dazu hat die ÖVP mit Christian Sagartz auf Angriffsmodus geschaltet, um die Absolute zu brechen und um nach zehn Jahren wieder mitzuregieren. Das ist eines der Wahlziele, selbst mit dem jetzigen Hauptgegner SPÖ sei das nicht ausgeschlossen, sagt Sagartz. Was mögliche Koalitionen angeht, wird unter Polit-Insidern auch über eine blau-schwarze – oder, je nach Stärke, schwarz-blaue – Zusammenarbeit spekuliert. Beide Seiten lassen ausrichten, dass man sich an Spekulationen nicht beteilige.

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In den Wahlkampf geht die ÖVP mit Vorschlägen wie dem „Vorsorge-Tausender“ oder 10.000 Euro Häuslbauer-Prämie; auf eine Auftakt-Veranstaltung wird angesichts der 300.000-Euro-Obergrenze verzichtet.
Die FPÖ hat mit der „Coming-Home-Tour“ ihres Spitzenkandidaten Norbert Hofer schon einige größere Events absolviert; heute, Freitagabend, folgt in Oberschützen der offizielle Auftakt. Anfangs wurde das Duell gegen Landeschef Doskozil ausgerufen, dann sah man sowohl SPÖ als auch ÖVP als mögliche Partner.

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In Sachen Regierungsbeteiligung gibt sich Hofer jedenfalls zuversichtlich. Thematisch setzen die Freiheitlichen auf Strenge im Asylbereich, Standortpolitik oder – wie die ÖVP – auf Kritik der aktuellen Landesfinanzen.
„Lieber grün als grantig“, sind Spitzenkandidatin Anja Haider-Wallner und ihr Team, wenn es nach den Wahlplakaten geht. Kritisch zeigen sich die Grünen aber allemal, etwa bei der Bodenversiegelung und in der Forderung nach mehr Transparenz.

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Das wären auch zentrale Themen im Fall von Koalitionsverhandlungen – nicht nur der Verbleib im Landtag, sondern selbst eine Regierungsbeteiligung ist trotz schwieriger Ausgangslage das Ziel. Darauf einstimmen wollen sich die Grünen heute, Donnerstagabend, beim Auftakt-Event in Wulkaprodersdorf.

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Konkurrenz gibt's von den NEOS, die mit Spitzenkandidat Christoph Schneider dieses Mal die Vier-Prozent-Hürde zum Einzug schaffen wollen. Thematisch auf Bundeslinie mit Bildung und Transparenz, hat man speziell fürs Burgenland das „rote Netz“ als Gegner ausgegeben. Man würde nicht „wie alle anderen“ mitregieren wollen, lautet Schneiders Ansage, sondern im Landtag ausdrücklich in der Opposition antreten.
Als mögliches „Zünglein an der Waage“ und Alternative hat sich der frühere FPÖ-Abgeordnete Géza Molnár mit seiner Liste Hausverstand positioniert. Wie erwartet, finden sich auf der Liste – neben Corona-Maßnahmen- und Impfkritikern – gleich mehrere Ex-Blaue; eine Abrechnung mit der einstigen Partei sei aber nicht der Auftrag.

© Liste Hausverstand