Im Burgenland wird noch intensiver für Kinder und Enkel vorgesorgt, als in anderen Bundesländern. Die Sparstudie der Erste Bank zeigt aber auch, dass gerne konservativ veranlagt wird. Dabei können schon kleine Beträge auf lange Sicht große Summen bringen - und das wird durch das „Zukunftsdepot“ des Bundes jetzt besonders interessant.
Top-Themen im Wahlkampf: Von Energie über Pflege bis zu Asylfragen
„iVote“-Daten
Energie, Gesundheit, Bodenversiegelung, Mieten oder auch Asyl: Diese Themen werden im Wahlkampf diskutiert – und wie sie gesehen werden, zeigen die bisherigen Daten der „Entscheidungshilfe iVote“. Bis zum Wahlsonntag kann das Online-Tool noch genutzt werden.
Am 19. Jänner wird im Burgenland gewählt.
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Die Kernfragen des Wahlkampfs waren schon in den Monaten davor allgegenwärtig: Begrüßt wurden Maßnahmen gegen die Teuerung, wobei die SPÖ immer wieder den Bund in die Pflicht nahm und die Opposition die Finanzen des Landes hinterfragte. Das gilt auch für den burgenländischen Mindestlohn (er liegt mittlerweile bei 2.270 Euro netto) oder für die Anstellung pflegender Angehöriger.
Das sind zugleich Themen, die beim Entscheidungshilfe-Tool „iVote“ – vom Meinungsforschungs-Unternehmen OGM in Kooperation mit der BVZ online bereitgestellt – unter den Top-Ten liegen. Ausgewertet wurden bislang 350.000 Angaben von fast 15.000 Teilnehmenden (siehe auch Ranking am Ende des Artikels). Noch bis zum Wahlsonntag kann das Online-Tool auf www.ivote.at genutzt werden.
Hohe Zustimmung bekommen sowohl Maßnahmen des Landes als auch Initiativen der anderen Parteien. Auf Platz 1 liegt das Gesetz, das Asylwerber für den Erhalt der Grundversorgung zu gemeinnütziger Arbeit verpflichten soll; die (grüne) Leerstands-Abgabe (auf Platz 7) oder das (blaue) „Müttergehalt“ (Platz 8) kommen ebenso vor, wie der (türkise) „Vorsorge-Tausender“ (mit 51 Prozent Zustimmung auf Platz 13).
Im Finale des Wahlkampfs wurde der Weiterbau der A3 zur ungarischen Grenze ein umkämpftes Thema. Der Windkraft- und Photovoltaik-Ausbau liegt mit 80 Prozent Zustimmung auch auf einem Top-Platz; politisch wurde der Zehn-Cent-netto-Fixpreis auf 20 Jahre diskutiert: Während die anderen Parteien den Preis anzweifeln, verspricht die SPÖ, dass er halten wird. Die Liste Hausverstand will den Erneuerbaren-Ausbau generell bremsen.
Das bisherige „iVote“-Ranking: 50 Prozent Zustimmung und mehr
1.Verpflichtende gemeinnützige Arbeit für Asylwerber: 88 Prozent Zustimmung
2. Stipendien für Medizin-Studierende mit Dienstpflicht im Burgenland: 83%
3. Ausbau erneuerbarer Energie, Wind- und Solarkraft: 80%
4. Anstellung pflegender Angehöriger durch das Land: 74%
5. Kinderbetreuung im ländlichen Raum, gefördert durch öffentliche Mittel: 72%
6. Beschränkung der Grundversorgung von Asylwerbern: 71%
7. Abgabe für leerstehende Wohnungen und Immobilien: 60%
8.Müttergehalt „zur Stärkung der traditionellen Familie“: 59%
9. Verlängerung der A3 und Anschluss an die M6 in Ungarn: 57%
10. Verpflichtender Mindestlohn auch in der Privatwirtschaft: 54%
11.Rückbau der Landesholding zu Kernaufgaben des Landes: 53%
12.Mehr Kontrolle und Abgaben auf Zweitwohnsitze: 52%
13.Vorsorge-Tausender für mehr Gesundheitsvorsorge: 51%
14.Errichtung Landesklinik Gols: 50%
„iVote“: So funktionierts
„iVote“ wurde als Online-Entscheidungshilfe für die burgenländischen Landtagswahlen vom unabhängigen OGM-Institut gemeinsam mit Universitätsprofessor Reinhard Heinisch entwickelt und bereits bei den Wahlen zur EU, dem Nationalrat und der Steiermark mit insgesamt 260.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eingesetzt.
25 sachpolitische Themen der Parteien aus dem Wahlkampf wurden gemeinsam mit Journalisten ausgewählt und abgestuft den jeweiligen Parteien zugeordnet. Diese Themen wurden von fast 15.000 Teilnehmern mit „dafür“ oder „dagegen“ beurteilt. Am Ende der Fragen erscheint eine Auswertung, welche Parteien aufgrund der Angaben mehr und welche weniger zu den eigenen Vorstellungen passen.
„iVote“ ist eine sachpolitische Entscheidungshilfe für die Wählerschaft, aber keine Wahlempfehlung. Die Teilnahme ist anonym und kostenlos.
Jetzt reinklicken auf www.ivote.at