Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
30 Jahre Wirtschaftsagentur Burgenland
Jubiläum
Die Wirtschaftsagentur Burgenland feierte am Donnerstag ihr 30-jähriges Bestehen.
Gruppenbild anlässlich der Jubiläumsfeier mit (v.l.) AK Vizepräsident Bernd Weiss, Landesholding Geschäftsführer Hans Peter Rucker, Wirtschaftskammerpräsident Andreas Wirth, Wirtschaftsagentur Geschäftsführer Michael Gerbavsits, Landesrat Leonhard Schneemann, Hannelore Halwax, Wirtschaftsagentur, Landesholding Burgenland Geschäftsführer Univ. Prof. Gerald Goger, Joanneum Research Geschäftsführer Heinz Mayer, IV Burgenland Vizepräsident Christian Strasser.
© zVg LMS, Hans Christian Gmasz
Seit ihrer Gründung 1994 hat sie maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beigetragen, indem sie Förderungen verwaltet, Aufträge vergibt und Beteiligungen übernimmt. Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann betonte bei der Feier im Kulturzentrum Mattersburg die Bedeutung der Agentur für die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Burgenland. Auch die erfolgreiche Unterstützung in Krisenzeiten, wie während der Covid-Pandemie, und gezielte Investitionen, wie in die Sonnentherme Lutzmannsburg, standen im Fokus der Feierlichkeiten.
„Drei Jahrzehnte Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung des Burgenlandes sind ein Grund, stolz auf die Zukunft zu blicken“, erklärte Schneemann. Gemeinsam mit Vertretern der burgenländischen Wirtschaft blickte er auf erfolgreiche Projekte wie die Beteiligung an Austria Pet Food, die Sanierung der Sanochemia sowie die Neuausrichtung der Therme Stegersbach. Die Agentur fördert weiterhin innovative Projekte, darunter auch interkommunale Wirtschaftsparks, die den Wirtschaftsstandort stärken sollen. Besonders hervorgehoben wurde die Förderung von Forschung und Entwicklung im Land, die seit dem EU-Beitritt des Burgenlandes verzehnfacht wurde. „Das Burgenland hat sich zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort etabliert und blickt weiterhin optimistisch in die Zukunft“, betonte Schneemann.
Wichtige Zukunftsprojekte sind die Errichtung von Energiegemeinschaften und die Vereinfachung der Bauverfahren im Land. „Wir werden weiterhin die richtigen Akzente setzen und Rahmenbedingungen schaffen, die unsere Wirtschaft nachhaltig stärken“, so Schneemann abschließend.
· 1994: aus der Verschmelzung der BiBAG (Burgenländische Industrie- und Betriebsansiedlungsgesellschaft m.b.H.) und der BRiKaBAG (Burgenländische Risiko-Kapitalbeteiligungsaktiengesellschaft) entsteht im Juli 1994 die Wirtschaftsservice Burgenland AG (WiBAG).
· 2000: Die WiBAG übernimmt die Anteile des Landes Burgenland an der Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau.
· 2002: Der ATHENA-Fonds wird gegründet. Wachstumsstarke und technologieorientierte Unternehmen werden fortan mit einem Beteiligungsvolumen von bis zu 30 Millionen Euro unterstützt.
· 2006: Die WiBAG übernimmt die Businessparks Burgenland.
· 2010: Aufgrund der Erfolge des ATHENA-Fonds wird der BRB-Fonds ins Leben gerufen.
· 2015: Die Wirtschaftsservice Burgenland AG (WiBAG) wird in die Wirtschaft Burgenland GmbH (WiBuG) umgewandelt.
· 2020: Ein neuer WiBuG-Standort im Technologiezentrum Güssing wird realisiert.
· 2021: Die Wirtschaft Burgenland GmbH - WiBuG wird mit Jänner 2021 in die Wirtschaftsagentur Burgenland GmbH umfirmiert.
· 2022: Die Regionalmanagement Burgenland GmbH wird mit 1. Jänner 2022 in das Amt der Burgenländischen Landesregierung und in die Wirtschaftsagentur Burgenland GmbH eingegliedert. Dabei werden alle Förderangelegenheiten gebündelt.