Damit Lernen nicht nur erfolgreich, sondern auch möglichst angenehm ist, hat die Stadtgemeinde Oberpullendorf die Polytechnische Schule mit neuen Möbeln ausgestattet.
„Heim-Tournee“ zum 60er vom Musikverein Grenzland Mannersdorf
Jubiläum
Der Musikverein Grenzland Mannersdorf feiert heuer sein 60-jähriges Bestehen mit einer Reihe an Jubiläumskonzerten unter dem Motto „60 Jahre in 60 Minuten“ in den Ortsteilen. Das erste fand bereits in Mannersdorf statt.
Schon seit 60 Jahren geben Musikerinnen und Musiker
© Michaela Grabner
Nicht nur mit der Auswahl der Musikstücke hat Kapellmeister Christoph Draskovits einen Bogen von 1966 bis 2026 gespannt, wählte er doch fürs Jubiläumsprogramm lauter Stücke aus, die in den vergangenen 60 Jahren vom Musikverein aufgeführt wurden. Beginnend beim vom Rudolf Schermann komponierten „Gruß aus Mannersdorf“ über „ABBA Gold“ und Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“ bis zu „Ein Leben lang“.
Ganz gemäß dem Motto „60 Jahre in 60 Minuten“ präsentiert Veronika Prunner auch zwischen diesen Stücken interessante Fakten und Anekdoten aus sechs Jahrzehnten Vereinsgeschichte. Schon die Gründung hatte es in sich, denn in jedem Ortsteil gab es eigentlich schon mehrere Kapellen – um 1930 zählte man elf –, zwischen denen zuweilen ein im wahrsten Sinn des Wortes handfester Konkurrenzkampf herrschte. Bei der einen oder anderen Rauferei ging so manche Trommel zu Bruch, bis es letzlich nur noch eine gegeben haben soll. Glück im Unglück, denn dieser letzten Trommel und dem engagierten Kapellmeister Johann Hotwagner soll es zu verdanken sein, dass es 1966 zur Gründung des heutigen Musikvereins gekommen ist. „Entscheidend für den Aufbau des Vereins waren die Jahre 1968 bis 1971. Mit Unterstützung von Gemeinde und Land konnte der Musikverein neue Instrumente ankaufen und eine Tracht anfertigen“, lässt Veronika Prunner im Zuge des Jubiläumsprogramms wissen. Dabei erfährt der aufmerksame Zuhörer unter anderem auch von den turbulenten Zeiten Anfang der 80er-Jahre, beginnend von Briefen des damaligen Obmanns, der angesichts bescheidener Probeteilnahmen von den Musikerinnen und Musikern auf diesen Weg mehr Disziplin einzufordern versuchte bis hin zum Rücktritt des Kapellmeisters und schließlich des gesamten Vorstands, nachdem dies keinen Erfolg zeitigte.
„Nach diesen turbulenten Zeiten übernahm ein Mann, der noch heute aktives Mitglied im Verein ist: Helmut Draskovits. Ihm ist es zu verdanken, dass es nicht zur Auflösung kam und mit ihm begann eine neue Ära“, weiß Prunner zu berichten. 20 Jahre wurde dann unter dem Taktstock von Helmut Draskovits musiziert. Ein fixes Probelokal wurde zunächst im Dorfzentrum Unterloisdorf, später im neuen Feuerwehrhaus in Mannersdorf geschaffen, der erste Musikantenheurige veranstaltet, der erste Auslandsauftitt am Weinlesefest in Köszeg absolviert und zum 25 Jahr-Jubiläum das Landesblasmusiktreffen veranstaltet. Es kam zu einer CD-Aufnahme, einer Teilnahme beim Bundesblasmusiktreffen in Wien und 2003 einem besonderen Highlight mit dem Besuch des internationalen Blasmusikfestivals Mid Europe in Schladming.
Schon drei Jahre nachdem er den Taktstock zurückgelegt hatte – zwischenzeitlich leitete Ernst Schlapschy die Kapelle und gründete ein Nachwuchsensemble – gab Helmut Draskovits ein Comeback für weitere sieben Jahre. Bei einem Konzert 2014 übergab er dann schließlich endgültig seinen Taktstock und zwar an seinen Sohn Christoph Draskovits. Dieser gibt aktuell 33 aktiven Musikern und Musikerinnen des Musikvereins den Takt vor und wird dabei von Kapellmeisterstellvertreter Mathias Hofer und Obmann Joachim Supper unterstützt.
16. Mai: Gasthaus Hutter, Rattersdorf, 18 Uhr
13. Juni:Dorfzentrum, Unterloisdorf, 18 Uhr
14. Juni:Klosterstadl, Klostermarienberg, 10 Uhr