Krankenhäuser heißen im Burgenland bald „Kliniken“

Neuer KRAGES-Auftritt

Unter dem Namen „Gesundheit Burgenland“ bekommt die Krankenanstaltengesellschaft einen neuen Außenauftritt. Aus den Krankenhäusern werden „Kliniken“, das Angebot wird ausgebaut. Mit dem Burgenland-Branding hofft man auch auf neues Personal.

Von Wolfgang Millendorfer

Das neue Oberwarter Spital ist das größte Bauprojekt des Landes. Künftig wird der Standort „Klinik Oberwart“ heißen.

Das neue Oberwarter Spital ist das größte Bauprojekt des Landes. Künftig wird der Standort „Klinik Oberwart“ heißen.

© Christophorus 16

Im dreißigsten Jahr ihres Bestehens bekommt die KRAGES einen neuen Namen: Aus der Krankenanstaltengesellschaft wird jetzt „Gesundheit Burgenland“. Damit wird auch das einheitliche Branding der Landesholding-Betriebe übernommen: Die Spitäler erhalten künftig das burgenländische Sonnen-Logo; die Umstellung erfolgt sukzessive.

Im Firmenbuch wird die Gesellschaft weiterhin unter der rechtlichen Bezeichnung „Burgenländische Krankenanstalten GmbH“ geführt. Der neue Außenauftritt erklärt sich für Geschäftsführer Stephan Kriwanek mit der klaren Verbindung zur Burgenland-Marke. Deren Bekanntheitsgrad soll nicht zuletzt bei der Suche nach dem dringend beötigten medizinischen Personal helfen.

Das Ziel sei es, so Kriwanek, die Verbindung zum Land herauszustreichen und „mit dem Ärztepaket sowie den österreichweit höchsten Arztgehältern um Personal zu werben“. Und doch eine Neuerung geht mit der Umbenennung einher: Die Krankenhäuser in Oberpullendorf, Oberwart, Güssing und Kittsee werden künftig als „Klinik“ bezeichnet.

Kritik am neuen Marken-Auftritt übten ÖVP und FPÖ. VP-Klubobmann Markus Ulram sprach von einer „Alibi-Aktion, die nichts an den strukturellen Problemen im burgenländischen Gesundheitssystem ändert“. FP-Chef Alexander Petschnig bezweifelt, dass die Umbenennung mehr Ärztinnen und Ärzte ins Land bringen wird.

Seitens der Landesholding wiederum betonte Geschäftsführer Hans Peter Rucker, dass die Logo-Umstellung nur konsequent sei. In Zukunft sollen alle Unternehmen der Landesholding auf einen gemeinsamen Markenauftritt umgestellt werden, meinte Geschäftsführer Hans Peter Rucker. Das stärke den Standort und zeige die „vielfältige wirtschaftliche Kompetenz der unternehmerischen Tätigkeit des Landes Burgenland“.