Die Tourismusschülerinnen Lisa Heschl und Julia Jandrisevits überzeugten beim „Käsekenner des Jahres“.
Krankenhaus alt: Finale Abbruch-Phase hat begonnen
Krankenhaus Oberwart
Drei Jahre dauerte das Verfahren, bis das Bundesdenkmalamt entschied, dass das alte Krankenhaus in Oberwart nicht schützenswert ist. Seit Monaten laufen die Abbrucharbeiten, mittlerweile sind von außen nur mehr Resthüllen zu sehen. Laut Gesundheit Burgenland verläuft der Rückbau planmäßig.
Der Abriss des alten Krankenhauses Oberwart verläuft planmäßig und ohne Probleme. Die Arbeiten sind weiter im Gange und kommen nun in die finale Phase.
© Bertie Unger
Drei Jahre lang wurde geprüft, diskutiert und abgewogen, ehe der Weg für den Abbruch des alten Krankenhauses frei war. Im November 2024 wurde erstmals öffentlich über einen möglichen Abriss gesprochen. jetzt biegen die Abbrucharbeiten in die finale Phase.
„Der Abriss des alten Krankenhauses Oberwart verlief bis lang planmäßig und ohne Probleme. Die Arbeiten sind noch im Gange und im Zeitplan“, teilt Gesundheit Burgenland auf Anfrage der BVZ mit.
Bereits abgetragen wurden das Parkdeck, der Hauptzugang sowie vorgelagerte Terrassenbauwerke. Aktuell laufen die Arbeiten am Nord-West-Trakt. Der maschinelle Abbruch wird voraussichtlich bis ins vierte Quartal 2026 andauern. Danach folgen Verfüllungs- und Aufschüttungsarbeiten sowie Rekultivierungsmaßnahmen.
Die Dimensionen des Projekts sind beachtlich. Insgesamt fallen rund 100.000 Tonnen Abbruchmaterial an. Der überwiegende Teil davon soll wiederverwertet werden. Bis zu 96.000 Tonnen könnten als Sekundärrohstoffe erneut zum Einsatz kommen.
Bereits während der Schad- und Störstoffentfrachtung wurde großer Wert auf eine geordnete Trennung der Materialien gelegt. Metalle wie Kupfer, Stahl und Eisen werden dem Schrottkreislauf zugeführt. Der anfallende Ziegel- und Betonabbruch wird aufbereitet und soll nach entsprechenden Prüfungen unmittelbar vor Ort wiederverwendet werden.
Damit verfolgt man mehrere Ziele gleichzeitig. Einerseits werden Transportwege reduziert, andererseits sollen zusätzliche Belastungen durch Lärm, Staub und Schwerverkehr möglichst gering gehalten werden. Das aufbereitete Material wird später zur Auffüllung des Geländes genutzt.
Allein durch den Abbruch der unterirdischen Gebäudeteile entsteht ein Hohlraum von rund 54.000 Kubikmetern. Dieser soll mit dem vor Ort aufbereiteten Material verfüllt werden. Am Ende soll eine ebene Fläche entstehen, die für künftige Nutzungen vorbereitet ist.
Mit dem Rückbau entsteht Raum für weitere Entwicklungen. Nach Angaben der Gesundheit Burgenland sollen auf dem frei werdenden Areal künftig erweiterte Bereiche der Klinik Oberwart entstehen. Geplant ist außerdem ein Maggie’s Centre nach internationalem Vorbild, das Krebspatient:innenzusätzliche Unterstützungsangebote bieten soll. Bis dahin werden die Abbrucharbeiten das Gelände noch mehrere Monate prägen.
Ein Kapitel Stadtgeschichte endet
Mit dem Abriss verschwindet eines der markantesten Gebäude Oberwarts. Beschlossen wurde das Krankenhausprojekt schon im Jahr 1976. Die Eröffnung erfolgte 1981 durch Landeshauptmann Theodor Kery und Bundespräsident Rudolf Kirchschläger.
In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Krankenhaus zu einem zentralen Bestandteil der Gesundheitsversorgung im Südburgenland. Erweiterungen folgten 1985 und 1993. Ab den 2000er-Jahren wurde jedoch zunehmend deutlich, dass die baulichen Möglichkeiten des Hauses ausgeschöpft waren.
2014 fiel schließlich die Entscheidung für einen Neubau. 2020 erfolgte der Spatenstich der neuen Klinik Oberwart. Ende 2023 wurde das neue Krankenhaus fertiggestellt, im Juni 2024 folgte die offizielle Eröffnung. Mit Baukosten von rund 180 Millionen Euro blieb das Projekt deutlich unter dem ursprünglich veranschlagten Budget von 235 Millionen Euro.