„Palastfreunde“ feiern 30-jähriges Bestehen

Bruckneudorf

Seit nunmehr 30 Jahren bemüht sich der Verein um die Erhaltung und Präsentation der „Römischen Kaiservilla Bruckneudorf“.

Von Von Feri Janoska

Der wiedergewählte Vorstand (v.l.): Beatrix Petznek, Heinrich und Susanne Zabehlicky, Gerhard Haberbauer, Maria Schmitzhofer, Herti Schuster, Obmann Franz Schmitzhofer, Heinz Kolb, Elisabeth und Vizebürgermeister Gerold Eder.

Der wiedergewählte Vorstand (v.l.): Beatrix Petznek, Heinrich und Susanne Zabehlicky, Gerhard Haberbauer, Maria Schmitzhofer, Herti Schuster, Obmann Franz Schmitzhofer, Heinz Kolb, Elisabeth und Vizebürgermeister Gerold Eder.

© Zenger

Ursprünglich als „Verein zur Errichtung des Schutzbaus über die Ausgrabungsstätte 'Römische Kaiservilla' in Bruckneudorf“ am 15. April 1994 gegründet, wurde der Verein einige Jahre später in „Verein zur Erhaltung und touristischen Nutzung der Römischen Palastanlage in Bruckneudorf“ umbenannt. Seither bemühen sich die engagierten Mitglieder um die Instandhaltung und touristische Aufwertung dieser bemerkenswerten Grabungsstätte. Die Villa wurde in den 30er- und 40er-Jahren des vorigen Jahrhunderts unter anderem von Alexander von Seracsin und Balduin Saria sukzessive ausgegraben.

In den 70er-Jahren folgte dann die Hebung der Mosaiken, die heute Großteils im Landesmuseum Burgenland zu bewundern sind. Die Aufrechterhaltung und Erweiterung der Palastanlage, die als eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Österreichs gilt, wurde im Laufe der vergangenen Jahrzehnte durch diverse Projekte auf Landes- und EU-Ebene bewerkstelligt, sowie durch eine enge Kooperation mit dem Tourismusverband Bruckneudorf. Vereinsobmann Franz Schmitzhofer zeigt sich stolz, dass heuer das Flagship-Projekt „Kaiservilla Bruckneudorf“ auf Schiene kommt:

„Dieses Projekt wird seitens der Burgenländischen Landesregierung gefördert und sieht eine massive Aufwertung unserer Kaiservilla dar. Kürzlich erfolgte die Einreichung des Projektes und es wird noch im Laufe des Monates mit einer Entscheidung seitens des Landeshauptmannes erwartet.“ Bei der Generalversammlung vergangener Woche wurden unter anderem eine Ausweitung der Aktivitäten wie Führungen und laufende Instandhaltungs- und Pflegemaßnahmen diskutiert.

Außerdem fand eine Begehung des Standortes betreffend Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen mit Sachverständigen des Bundesdenkmalamtes und dem Österreichischen Archäologischen Institut statt. Großen Wert legt man auch weiterhin auf einen engen Kontakt mit dem Grabungsteam, das in letzter Zeit bedeutsame Funde, darunter eine Nekropole, sowie verschiedenen Gebäudereste, freilegen konnte. Im Zuge der Generalversammlung wurden auch alle Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt.