Schon in einem früheren BVZ-Interview hat Landeshauptmann Doskozil mit einer Annäherung an die Wiener SPÖ und Bürgermeister Ludwig aufhorchen lassen. Im zähen Wechsel an der Parteispitze dürfte nun Tauwetter in der seit Jahren abgekühlten Beziehung einsetzen.
Die Verträge zur neuen „Neuen Eisenstädter“ sind unterzeichnet
Land offiziell an Bord
Mit einem 70-Prozent-Anteil hält das Land jetzt offiziell die Mehrheit in der „Neuen Eisenstädter“. Die Verträge mit der Raiffeisenlandesbank, der Ersten Bank und der Stadt Eisenstadt als weitere Eigentümer wurden unterzeichnet.
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Die vor Weihnachten erzielte Einigung zur künftigen Ausrichtung der Wohnbaugesellschaft wurde gestern, Donnerstag, besiegelt: Das Land Burgenland hat damit 70 Prozent der Anteile an der „Neuen Eisenstädter“ übernommen, die bisherigen Mehrheitseigentümer Raiffeisenlandesbank und Erste Bank sowie die Stadt Eisenstadt sind auch weiterhin dabei.
Rund 5.000 Wohnungen mit etwa 10.000 Mieterinnen und Mietern werden von der „Neuen Eisenstädter“ verwaltet. Die Mehrheitsübernahme sei „kein Selbstzweck“, sagte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zur Vertragsunterzeichnung: Gemeinsames Ziel sei „eine neue Wohnbauoffensive im Burgenland“ sowie stabile Mieten bei den bestehenden Wohnungen. „Die Interessen der Mieterinnen und Mieter haben absoluten Vorrang“, sagt Doskozil.
Die formalen Schritte werden in den kommenden Wochen noch umgesetzt, abgeschlossen werden sie mit der Eintragung ins Firmenbuch. Danach werde die operative Arbeit in der neuen Gesellschafter-Konstellation aufgenommen, wurde seitens des Landes bekanntgegeben. Für „das neue Kapitel der Zusammenarbeit“ bedankte sich das Land bei den Partnern.