Pflegeheim-Betreiberin aus dem Südburgenland weist Vorwürfe zurück

Land prüft

Nachdem der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Donnerstag im Landtag angekündigt hatte, einem Pflegeheim im Bezirk Jennersdorf die Tagsätze des Landes zu entziehen, hat die Betreiberin am Montag via Medien die Vorwürfe zurückgewiesen. In „Kurier“ und „Krone“ erklärte die Betreiberin Petra Wagner, „immer alle Vorgaben des Landes“ erfüllt zu haben.

Von Von APA / BVZ.at

Das Land (hier das Landhaus in Eisenstadt) prüft laut Landesrat Schneemann „in alle Richtungen“.

Das Land (hier das Landhaus in Eisenstadt) prüft laut Landesrat Schneemann „in alle Richtungen“.

© Wolfgang Millendorfer

Doskozil hatte im Rahmen der Fragestunde die von der früheren FPÖ-Abgeordneten in der Vergangenheit beim Betrieb gesetzten Schritte scharf kritisiert. Dem Heim sollen daher die Tagsätze entzogen und die aktuell 17 Bewohner in anderen Einrichtungen untergebracht werden.

Dass etwa für die Errichtung durch eine Wohnbaugenossenschaft noch 600.000 Euro offen seien, bestritt Wagner: „Ich muss davon ausgehen, dass Landeshauptmann Doskozil zum Zeitpunkt seiner Aussagen kein korrektes Bild der Situation hatte.“ Sie zeigte sich überzeugt, dass sich die Themen im persönlichen Austausch mit Vertretern des Landes aufklären lassen.

Soziallandesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) erklärte in einer Aussendung, dass seitens der Behörde „eine Prüfung in alle Richtungen“ laufe und in den kommenden Tagen die Kündigung der Tagsätze erfolgen soll. Auch gebe es bereits „erste Gespräche zur möglichen Übersiedlung“ der Klienten in andere Häuser. Weiters betonte er: „Wer öffentliche Mittel erhält, hat eine klare Verpflichtung: Jeder Euro muss bei den Menschen ankommen - nicht in Unternehmensgewinnen.“