Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
Bei der Nationalratswahl wird's am burgenländischen Stimmzettel eng
Landeswahlvorschläge
Elf Parteien und Listen wollen im Burgenland Ende September zur Nationalratswahl antreten: große, kleine und ganz neue. Heute Abend steht fest, wie breit der Stimmzettel wirklich wird; dann gibt's auch die Namen aller Kandidatinnen und Kandidaten.
Am 29. September wird gewählt. In Kürze steht die Zahl der Listen endgültig fest.
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„Keine“ kann man bundesweit zum Beispiel auch wählen. Und das ist kein Aufruf für Nichtwähler, sondern der neue Name der Liste „Wandel“, die schon 2019 angetreten ist. Neu bei dieser Wahl sind die Liste Petrovic, die „Liste Gaza“ und „Die Gelben“. Letztere treten als systemkritische Vereinigung der Bürgerlisten nur im Burgenland an, die Corona-Maßnahmen- und Impfgegner MFG wiederum haben es hierzulande nicht auf den Stimmzettel geschafft.
Der war aber schon nach vorläufigem Stand so dicht besetzt wie zuletzt 2008: Bei elf Listen dürfte es auch nach der letzten Überprüfung und Sitzung heute, Donnerstagabend, bleiben. Fixstarter sind die fünf Parlamentsparteien ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne und NEOS; auch die KPÖ (mit Zusatz „plus“) ist in allen Bundesländern dabei, ebenso wie die Bierpartei.
Die aktuellen Nationalratsparteien haben im Land schon ihre Spitzenkandidatinnen und -kandidaten vorgestellt. Wer aber steckt hinter den neuen und kleineren Listen? Die endgültige Antwort gibt's ebenfalls am Abend, wenn die Wahlvorschläge offiziell kundgemacht werden (wir berichten auf BVZ.at). Und jene, die trotz Antritt auf der Landesliste (das ist übrigens auch mit Wohnsitz in einem anderen Bundesland möglich) noch nicht bekannt sind, haben nur mehr ein paar Wochen Zeit.
Ein „Warmlaufen“ für die Landtagswahl?
Als früherer Landtagsabgeordneter der Liste Burgenland hat es der Deutschkreutzer Ex-Bürgermeister Manfred Kölly da schon leichter. Das hat sich zumindest bei den Unterstützungserklärungen gezeigt – ein Nationalrats-Einzug mit den „Gelben“ als neue Gruppierung wird da schon um einiges schwieriger.
Ein nicht ganz neuer Name ist jener des „Gaza“-Spitzenkandidaten Marco Wanja, der schon mit dem Projekt „Selbstbestimmtes Österreich“ aktiv war. Die KPÖ setzt auf die ehemalige SPÖ-Oberwart-Gemeinderätin Miriam Herlicska, die mittlerweile für die Kommunistische Partei im Grazer Gemeinderat sitzt.
Der Stinatzer Unternehmensberater Rudolf Grandits tritt für die impfkritische Liste Petrovic der ehemaligen Grünen-Chefin an. Spannend machen es noch die linke Liste „Keine“ und die Bierpartei.
Die Listen und Landes-Spitzenplätze im Überblick
SPÖ:Maximilian Köllner, Jasmin Puchwein, Jürgen Schabhüttl
ÖVP: Christoph Zarits, Nikolaus Berlakovich, Tanja Stöckl
FPÖ:Norbert Hofer, Alexander Petschnig, Michael Gmeindl
Grüne:Philip Juranich, Samara Sánchez Pöll, Nikolas Brunäcker
NEOS:Christoph Schneider, Nils Grund, Stefan Florian Mayer
KPÖ plus:Miriam Herlicska, Arnold Paukowitsch, Dagmar Schindler
Liste Petrovic: Rudolf Grandits, Merith Streicher
„Liste Gaza“:Marco Wanjura, Sami Ayad, Ramazan Aksu
Die Gelben haben bislang nur Manfred Kölly als Spitzenkandidaten genannt; weitere Kandidaten und Kandidatinnen werden mit Abschluss der Landeswahlvorschläge heute, Donnerstag, bekannt gegeben, ebenso wie alle Namen der Liste „Keine von denen“ und der Bierpartei.