Marie Glaser am letzten Drücker mit dem U20-WM-Ticket über 1.500 Meter

Leichtathletik

Leichtathletik Akademie Eisenstadt-Athletin Marie Glaser gelang am letzten Tag des Qualifikationszeitraums noch ein Meilenstein. Sie unterbot das Limit für die U20-WM in Peru über 1.500 Meter. Somit ist das Burgenland erstmals bei einer U20-Weltmeisterschaft vertreten.

Von Von Bernhard Fenz

Marie Glaser fightete und unterbot das 1.500 Meter WM-Limit für die U20-Weltmeisterschaft in Lima (Peru) um vier Hundertstel Sekunden.

Marie Glaser fightete und unterbot das 1.500 Meter WM-Limit für die U20-Weltmeisterschaft in Lima (Peru) um vier Hundertstel Sekunden.

© Niki Vertacnik

Ein weiteres Stückchen Sportgeschichte war das, was im Zuge des LTU Sommermeetings in Graz am Wochenende rund um die in der jüngeren Vergangenheit so aufstrebende Leichtathletik im Burgenland passierte. Marie Glaser, sie startet für die Leichtathletik Akademie Eisenstadt, wollte sich über 1.500 Meter am letzten Drücker für die U20-WM in Peru qualifizieren. Noch im Mai lag sie bei diesem Vorhaben um 47 Hundertstel Sekunden über dem WM-Limit von 4:27,50 Minuten. 4:27,46 wurden es diesmal in Graz, das ist gleichbedeutend mit dem Ticket für Lima, wo in Perus Hauptstadt die U20-WM steigt.

Entsprechend begeistert zeigte sich Glasers Coach Rolf Meixner: „Das war eine außergewöhnliche Performance von Marie. Sie hat vor allem einen unglaublichen Entwicklungsschritt im Kopf geschafft.“ Tempomacherin Sandra Schauer gab die Linie vor, ehe Glaser dann - weil die Zeit nicht mehr schnell genug war - etwa nach 1.200 Metern das Zepter selbst in die Hand nahm und die Punktlandung schaffte. „Ich freue mich umso mehr und bin richtig erleichtert, weil die vergangenen Wochen vor allem vom Kopf her hart und herausfordernd waren. Ich wusste, dass ich für die Quali nur mehr diesen einen Versuch habe, aber es hat sich ausgezahlt,“ resümierte die aus Bad Fischau (NÖ) stammende sportliche Wahlburgenländerin.

Marie Glaser am letzten Drücker mit dem U20-WM-Ticket über 1.500 Meter

© Niki Vertacnik

Ein wesentlicher Punkt war laut Meixner die „verbesserte Laufökonomie, wir haben hier viel Arbeit investiert, um an der Technik zu feilen.“ Laufstil, Armbewegungsablauf, kurzum die Liebe zum Detail zahlte sich aus, oder wie Meixner berichtet: „Wir haben uns das angesehen und ausgerechnet. Wäre Marie um elf Millimeter weiter außen gelaufen, hätte sie das Limit nicht erreicht. Das sind Kleinigkeiten, die am Ende den Unterschied ausmachen können.“

Nun herrscht bei der Maturantin Glaser schon entsprechend große Vorfreude auf das sportliche U20-WM-Abenteuer in Peru. Am 21. August erfolgt die Abreise, der Wettkampf steigt dann eine knappe Woche später. „Dort will ich noch einmal zeigen, was ich draufhabe und vielleicht eine weitere Bestzeit laufen“, lässt sich bereits euphorische Vorfreude heraushören. Aufgrund der Leistung und der bewältigten Herausforderung ist das auch durchaus verständlich.