Laufen, Springen, Werfen und neuerdings auch Gehen beim Austrian Open

Leichtathletik-Meeting

Mit einem vielseitigen Programm wartet die 7. Auflage des Raiffeisen Austrian Open am 1. Juli 2026 auf. Ein besonderes Schmankerl ist ein Weltrekordversuch im Gehen, die Organisation rund um Meeting-Direktor Rolf Meixner will mit dem Racewalk-Highlight über die Distanz von einer Meile neue Impulse für die Besucher setzen. Nicht nur damit.

Von Von Bernhard Fenz

Präsentation des Raiffeisen Austrian Open 2026: Rudolf Suttner (Vorstand Raiffeisenlandesbank Burgenland), Sportlandesrat Heinrich Dorner, Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner, Meeting-Direktor Rolf Meixner und Leichtathletikverbands-Generalsekretär Helmut Baudis (v.l.).

Präsentation des Raiffeisen Austrian Open 2026: Rudolf Suttner (Vorstand Raiffeisenlandesbank Burgenland), Sportlandesrat Heinrich Dorner, Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner, Meeting-Direktor Rolf Meixner und Leichtathletikverbands-Generalsekretär Helmut Baudis (v.l.).

© Bernhard Fenz

„Extrem interessant wäre er in jedem Fall. Aber erstens kostet er eine sechsstellige Summe, zweitens müssten wir die Stabhochsprunganlage erweitern.“ Ein wenig funkelte es in den Augen von Meeting-Direktor Rolf Meixner beim Gedanken, Armand Duplantis einmal beim Raiffeisen Austrian Open begrüßen zu dürfen. Bei 6,31 Metern steht der Weltrekord des schwedischen Superstars, der im Stabhochsprung Schritt für Schritt höher und höher geht und dabei (nicht nur) die Leichtathletik-Welt ins Staunen bringt.

Die Frage, wer denn bei der siebenten Auflage des internationalen Meetings in der Leichtathletik Arena Eisenstadt aus der internationalen Elite personell antreten werde, soll Anfang Juni mit weiteren Details beantwortet werden. Zum 6. Mal heißt die Veranstaltung offiziell Raiffeisen Austrian Open. Duplantis wird nicht dabei sein, soweit darf man spoilern. Es wird wieder Aktive aus der Weltspitze geben - ganz generell wird am 1. Juli auf die Fans ein breit gefächertes Angebot mit neuen Impulsen warten.

Dass das Meeting wieder zustande kam, sei dem Zusammenspiel der verschiedenen „Player“ zu verdanken, wie Österreichs Verbands-Generalsekretär der Leichtathletik, Helmut Baudis, klarstellte: „Das hier ist ein Best Practice Beispiel.“ Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner sprach von einem „Leuchtturmprojekt“, Sportlandesrat Heinrich Dorner lobte die große „Basisarbeit“ rund um das Meeting für die Leichtathletik, Rudolf Suttner von Hauptsponsor Raiffeisen unterstrich einmal mehr den großen Stellenwert, den dieses Event für eine Unterstützung habe.

Apropos Wert: Einmal mehr wird das Meeting bei einigen Bewerben den Status eines World Continental Tour-Silberevents haben. Dieser Faktor sowie die optimale Infrastruktur (das habe sich in Athletenkreisen längst herumgesprochen) seien verantwortlich dafür, dass ein stark besetztes Feld zu erwarten ist. Zudem steigt von 10. bis 16. August die Leichtathletik-EM in Birmingham - das Raiffeisen Austrian Open ist hier eine gute Gelegenheit zur wettkampfmäßigen EM-Vorbereitung.

All das ist insofern beachtlich, als auch die budgetären Möglichkeiten begrenzt sind. Rund 200.000 Euro stehen für das gesamte Meeting-Paket zur Verfügung, an Standorten wie Madrid oder Berlin (wo davor sowie danach geschwitzt wird) bewegen sich die Größenordnungen laut Meixner im Bereich zwischen 750.000 Euro und einer Million. Dazu kommt die Herausforderung, dass der Leichtathletik-Weltverband World Athletics höhere Anforderungen an die Veranstalter stellt, was das Übernehmen der Reisekosten betrifft. Ergo müsse man hier clever agieren, um den Rahmen im Auge zu behalten, ließ Meixner wissen.

Silberstatus haben die Bewerbe 100 Meter, 100 Meter Hürden und Speerwurf der Frauen sowie 100 Meter und Stabhochsprung der Männer.

Weiters am Programm stehen bei den Frauen die 200 Meter sowie der Stabhochsprung. Bei den Männern komplettieren die 200 Meter, die 110 Meter Hürden, die 800 Meter sowie der Diskusbewerb das Gesamtpaket der Hauptbewerbe.

Racewalk-Weltrekordversuch als Highlight

Eine Basisdisziplin der Leichtathletik wird am 1. Juli mit einem speziellen Angebot versehen: das „Gehen“. Hier zählt Theresia Mohr zu den heißen Aktien, sie wird Teil eines Weltrekordversuchs sein. Es gilt, die Bestmarke im „Racewalk“ über die Distanz von einer Meile (etwa 1,6 Kilometer) zu verbessern. Aktuell liegt dieser Wert bei einer Zeit von 6:16,72 Minuten indoor und 6:27,76 Minuten outdoor. Ziel ist, generell die schnellste Zeit zu toppen.

Rahmenprogramm vom Sprintchampion bis zum Frauen-Mastersbewerb

Für Jung und Junggebliebene sind weitere Punkte des diesjährigen Rahmenprogramms spannend. So gibt es 144 Plätze für den diesjährigen Sprintchampion zu vergeben, für den sich Youngsters aus burgenländischen Schulen, Vereinen oder mit Hauptwohnsitz im Burgenland von Jahrgang 2013 bis 2020 melden können. Alle Infos dazu gibt es HIER.

Ebenfalls wieder am Programm steht ein Mittelstreckenbewerb von 600 Metern für die U16 sowie erstmals ein Masters-Rennen über 200 Meter für Frauen. Die Masters-Klasse beginnt bei 35 Jahren und geht bis ins hohe Alter. Je nach Teilnehmerzahl könnte es zwei altersbezogene Bewerbe geben. Das ließ Meixner noch offen. Ebenso wie die weiteren Details der Teilnehmer in den diversen Bewerben des Hauptprogramms: „Wir sind mitten in den Gesprächen und haben uns als Veranstaltung etabliert. Hier wurde ein Nischenprodukt geschaffen, das in der Szene beliebt ist.“ Woran das etwa erkennbar sei: „Früher mussten wir die Stars überzeugen. Jetzt haben bereits drei Olympiasieger betreffend Teilnahme angefragt.“

Tickets zum Raiffeisen Austrian Open sind im Vorverkauf bis 15. Mai vergünstigtHIERzu erwerben: