Niklas Strohmayer-Dangl und der letzte Feinschliff in Belek

Leichtathletik

Nach der Halle ist vor der Outdoor-Saison. Burgenlands 400 Meter-Hürdenläufer Niklas Strohmayer-Dangl ist aktuell im Zuge eines intensiven dreiwöchigen Trainingslagers im türkischen Belek voll gefordert, um seine Bestform für die kommenden Freiluftbewerbe abrufen zu können.

Von Von Bernhard Fenz

Niklas Strohmayer-Dangl im Rahmen seines Trainingslagers in der Türkei mit Speerwurf-Olympiasieger Neeraj Chopra, der sich ebenfalls aktuell in Belek vorbereitet.

Niklas Strohmayer-Dangl im Rahmen seines Trainingslagers in der Türkei mit Speerwurf-Olympiasieger Neeraj Chopra, der sich ebenfalls aktuell in Belek vorbereitet.

© zVg/Strohmayer-Dangl

Perfekte Trainingsbedingungen und eine exzellente Infrastruktur unmittelbar neben dem Hotel ermöglichen es Niklas Strohmayer-Dangl, im Sinne von kurzen Weg bestens organisiert die Trainingszeit in der Türkei zu nutzen. Rund fünf bis sechs Stunden ist der 22-Jährige mit seiner Trainingsgruppe und Coach Viola Kleiser am Platz, daneben sind noch ein bis zwei Stunden verschiedenste Regenerationsmaßnahmen am Tagesplan.

„An sich bin ich mit den Trainings sehr zufrieden, auch wenn es eine kleine Umstellung war“, so Strohmayer-Dangl. Hintergrund: „Das Training ist etwas kraftlastiger und sprintlastiger, als ich es in den letzten Jahren gewohnt war, aber ich merke an den Trainingsleistungen, dass es deutlich weitergeht. Auch eine Schrittumstellung hat mir geholfen, mich sportlich weiterzuentwickeln.“

Eisbaden, eine Kältekammer mit minus 100 Grad, eine Sauna, Massage oder einfach Ergometer fahren sollen dazu beitragen, dass sich der Leichtathletik Akademie Eisenstadt-Athlet (der seine Trainingsstätte nach St. Pölten verlegt hat) körperlich bestens erholt, um wieder voller Elan ins Training gehen zu können.

Ein weiterer Aspekt trägt übrigens auch zu besagtem Elan bei: Zeitgleich mit Strohmayer-Dangl befinden sich auch andere Weltklasse-Athleten derzeit in Belek, um sich vorzubereiten - etwa der Türke Yasmani Copello, Olympia-Bronzemedaillengewinner über 400 Meter Hürden, oder auch Speerwurf-Olympiasieger Neeraj Chopra aus Indien.

Niklas Strohmayer-Dangl und der letzte Feinschliff in Belek

© zVg/Strohmayer-Dangl

„Die Anwesenheit solcher Athleten schafft eine inspirierende Trainingsumgebung und ist natürlich eine große Zusatzmotivation“, weiß auch der burgenländische Parade-Athlet, der beim Horst Mandl Memorial in Graz am 12. Mai über 400 Meter Hürden in die neue Saison einsteigen wird. Weil dieser Challenger-Wettkampf Teil der World Continental Tour ist, könnten dort also auch schon Punkte auf das World Ranking-Konto wandern. Am 17. Mai geht es in St. Pölten bei einem World Tour Bronze-Meeting weiter.

Geplant sind noch die Balkanmeisterschaften in der Türkei am 25. Mai, der weitere Plan ist offen. Gerade im Olympia-Jahr sei es aufgrund der allgemeinen Quali-Nachfrage schwer, bei den diversen Wettkämpfen Startplätze zu ergattern. Ein bis zwei Meetings sollen jedenfalls noch dazukommen, Quali-Ende für die Europameisterschaften in Rom ist dann der 26. Mai.

Niklas Strohmayer-Dangl jedenfalls zeigt sich bereits zuversichtlich, sagt abschließend: „Ich fühle mich immer besser und merke, dass die Wettkämpfe langsam näher kommen. Ich freue mich schon sehr darauf wieder in das Wettkampfgeschehen einzusteigen. Bis dahin gibt es aber im Training noch etwas zu tun.“