Die besten Fotos vom Leichtathletik-Fest mit 1.250 Fans
Raiffeisen Austrian Open
Ausverkauft! Die Leichtathletik Arena in Eisenstadt war am Mittwoch Schauplatz der Raiffeisen Austrian Open. Grund genug für Meeting-Boss Rolf Meixner, ein hochzufriedenes Resümee zu ziehen. Auch sportlich gab es einige Ausrufezeichen, angeführt von Victoria Hudson und Lukas Weißhaidinger.
Von Von Bernhard Fenz
Laufbewerbe, wie hier die 100 Meter Hürden der Frauen, Stabhochsprung, Speerwurf, Diskus: Die Besucher der Raiffeisen Austrian Open bekamen einiges geboten.
So bugsierte Speerwerferin Victoria Hudson ihr Arbeitsgerät auf nicht weniger als 66,06 Meter, gleichbedeutend mit einem fantastischen neuen österreichischen Rekord und dem Sprung auf die Nummer zwei der aktuellen Weltrangliste. Es war der erste große Jubel, der an diesem Meeting-Tag beim Publikum aufkam. Das erschien so zahlreich, dass nach dem Meeting-Start keine Besucher mehr eingelassen werden konnten. Das Kontingent von 1.250 Personen war erschöpft.
Die anwesenden Fans verfolgten dann auch den mit Spannung erwarteten 100 Meter-Sprint der Männer, wo der jamaikanische Superstar Yohan Blake antrat und Österreichs Nummer eins Markus Fuchs ebenfalls auf Rekordjagd ging. Sportlich wurde der spektakuläre Bewerb den hohen Erwartungen nicht ganz gerecht - auch wenn die Leistungskuren nach oben zeig(t)en.
Blake unterlief im A-Finale allerdings ein Fehlstart. Um eventuell doch noch in die Wertung zu gelangen und in jedem Fall einen zweiten Lauf zu absolvieren, lief der Star (so wie das in diesen Fällen üblich ist) unter Protest. Der Fehlstart wurde allerdings von offizieller Seite bestätigt und der Routinier wurde disqualifiziert.
Blakes 10,26 Sekunden wären Platz drei gewesen, der Sieg ging an den Deutschen Deniz Almas in 10,20, gefolgt von Fuchs mit 10,25. Im Vorlauf lief Blake 10,16 Sekunden. Die positive Resonanz des Publikums auf den Auftritt des Superstars war dennoch augenscheinlich.
Über eine große Weite durfte sich auch Österreichs Nummer eins im Diskus, Lukas Weißhaidinger freuen. Bei 69,04 Meter landete sein zweiter Versuch - gleichbedeutend mit dem Sieg beim Raiffeisen Austrian Open. MIt einem unglaublichen Durchschnitt an regulären Versuchen feierte er nach dem Ende seinen „besten Wettkampf überhaupt“.
Im spektakulären Stabhochsprungbewerb setzte sich wiederum der US-Amerikaner Austin Miller, der kurzfristig nach der Absage von Piotr Lisek noch engagiert wurde, mit 5,74 Metern durch. Miller lieferte nicht nur eine starke Leistung ab (bei 5,84 Metern scheiterte er allerdings, so wie der Zweitplatzierte Robert Sobera aus Polen), sondern unterhielt das Publikum auch proaktiv - ein Gewinn für das Meeting.
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Austin Miller liebte das Publikum - und das Publikum ihn. Kein Wunder, angesichts seiner spektakulären Show-Einlagen.
Bredlinger, Pallitsch, Glaser und Baxa mit unterschiedlicher Bilanz
Bei den Leistungen der Aktiven mit Burgenland-Bezug war die Bilanz unterschiedlich. Caroline Bredlinger wollte im 800-Meter-Lauf ein Zeichen Richtung EM-Quali für Rom setzen. Die zeitliche Quali liegt bei 2:00,00 Minuten, alternativ ging es darum ordentlich Punkte für die Quali über die Rangliste zu holen. Am Ende lief sie als Fünfte in 2:05,35 Minuten über die Ziellinie. Der erhoffte Schritt gelang nicht.
Nach der ersten Runde lag die Trausdorferin noch in Führung, am Ende ging dann nichts mehr. „Die letzten 150 Meter bin ich nur noch irgendwie ins Ziel gelaufen, die Beine haben da einfach nicht mehr mitgespielt. Natürlich wird das Vorhaben mit der EM-Quali jetzt sehr schwierig.“ Eine Quali-Chance gibt es nun noch am Wochenende bei den Balkanmeisterschaften in Istanbul.
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Überhaupt nicht nach Plan lief es beim Raiffeisen Austrian Open für die Trausdorferin Caroline Bredlinger.
Der Oggauer Raphael Pallitsch wiederum, der für SV Schwechat läuft, löste am vergangenen Wochenende über die 1.500 Meter mit neuem österreichischen Rekord von 3:33,78 Minuten das EM-Ticket für Rom. Das Olympia-Limit liegt bei 3:33,50 Minuten. Diese Zeit war an diesem Abend in Eisenstadt zwar außer Reichweite, Pallitsch setzte sich aber durch und gewann den Bewerb in 3:37,42 Minuten. „Der Mittelteil war zu langsam, da fliegt dann die Zeit davon“, resümierte der Oggauer, der sich aber generell in einer Top-Verfassung befindet.
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"Daumen hoch" für die Unterstützung des Publikums.
Vor allem ein Rennen vor Heimpublikum - sehr viele Fans aus Oggau waren dabei - war für Pallitsch ganz besonders: „Es fühlte sich unglaublich an, vor so vielen Bekannten, Freunden und der Familie zu laufen - einfach herrlich.“
Knapp verpasste Marie Glaser von der Leichtathletik Akademie Eisenstadt ihr Ziel, sich über 1.500 Meter für die U20-WM in Peru zu qualifizieren. 4:27,50 Minuten hätte es gebraucht, mit 4:31,69 Minuten landete sie auf Platz zwei in diesem Rennen, hinter der Kroatin Klara Andrijasevic (4:28,56).
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Marie Glaser zeigte Gewinner-Mentalität und war mit Platz zwei unzufrieden. Trost gab es von Mastermind Rolf Meixner und Siegerin Selina von Klara Andrijasevic.
Freuen durfte sich beim letzten Rennen des Abends Max Baxa. Der Youngster des Laufteams Burgenland wollte über 400 Meter das Limit für die U18-EM in der Slowakei schaffen. 49,90 Sekunden brauchte es, Baxa kämpfte sich in 49,80 Sekunden ins Ziel und jubelte wenig später nicht nur über eine neue persönliche Bestzeit, sondern eben auch über das Ticket für die U18-Europameisterschaft.
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Max Baxa vom Laufteam Burgenland Eisenstadt schaffte über 400 Meter das Limit für die U18-EM.
Meixner: „Ein Top-Event, die Bedingungen waren fast für alle perfekt“
Und so konnte Rolf Meixner absolut zufrieden bilanzieren. „Die äußeren Bedingungen waren für fast alle perfekt. Es war ein rundum gelungenes Meeting, wir sind sehr zufrieden.“ Einzig die Sprintbewerbe hätten von der Temperatur laut Meixner „noch zumindest fünf Grad mehr“ vertragen, damit die Aktiven noch mehr auf Betriebstemperatur kommen können.
So oder so kamen die Besucher voll auf ihre Rechnung. Fünf Stunden lang Leichtathletik, ein kurzweiliger Abend mit zahlreichen Entscheidungen und jeder Menge Qualität - somit war das Raiffeisen Open 2024 eine höchst gelungene Veranstaltung, die gehalten hat, was versprochen wurde.
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