Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
Beim regionalen Gansl ist die Inflation heuer weniger fett
LK und WK
Zu Martini gehört für viele Burgenländer ein Gansl auf den Tisch. Heimische Gänse sind dabei von der Inflation weniger stark betroffen als Import-Fleisch, betonen Landwirtschafts- und Wirtschaftskammer.
Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich, Haydnbräu-Chef Jochen Lehner und Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Wirth wünschen zur Ganslzeit Mahlzeit.
© LK/Tesch-Wessely
Rund um den Burgenländischen Landesfeiertag ist die Martinigans sehr beliebt. Seit über 20 Jahren produzieren Burgenländische Weidegansbäuerinnen und -bauern frische, regionale Weidegänse. Dieses Jahr werden etwa 4700 Gänse von 10 Bauern, darunter zwei Bio-Bauern, aufgezogen. Die Preise für heimische Weidegänse sind im Vergleich zu importierten Gänsen moderat gestiegen, was die regionale Produktion attraktiver macht.
Die Präsidenten von Landwirtschaftskammer und Wirtschaftskammer, Nikolaus Berlakovich und Andreas Wirth, brechen dabei eine Lanze für heimische Gansl: „Dass es sich auszahlt zu regionalen Lebensmitteln zu greifen, zeigt sich dieses Jahr auch im Preis. Im Gegensatz zu den massiven Preiserhöhungen der importierten Ware, kommt es bei den heimischen Weidegänsen nur zu einer moderaten Preisanpassung.“ Genuss und Gewissen lassen sich beim Gansl also heuer besonders gut vereinbaren.
Jedes dritte Gansl stammt mittlerweile aus österreichischer Produktion. Trotz gestiegener Kosten bleiben die Preise für konventionelle Gänse bei 13 bis 16 Euro pro Kilogramm und für Biogänse bei 16 bis 19 Euro pro Kilogramm. Heimische Gänse erreichen ein Gewicht von über vier Kilogramm, was etwa sechs Portionen ergibt. Das Interesse an heimischen Weidegänsen wächst, und immer mehr Gastronomiebetriebe bieten regionale Gansl an.
Etwa 40 Prozent der heimischen Weidegänse werden an die Gastronomie verkauft, während 60 Prozent direkt am Bauernhof abgeholt werden.
Berlakovich fordert Kennzeichnungspflicht auch für Gastronomie
Seit dem 1. September 2023 ist die Herkunftskennzeichnung für Fleisch, Milch und Eier in Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen verpflichtend. Berlakovich lässt auch mit einer in der Gastronomie umstrittenen Forderung aufhorchen: „Unser Ziel ist es, dass es auch in der Gastronomie eine Herkunftskennzeichnung gibt“, so der LK-Präsident.