Bauarbeiten beim Hallenbad Neusiedl: Fortschritt sichtbar

Lokalaugenschein

Der Ausbau des Neusiedler Hallenbades schreitet planmäßig voran. Landesrat Heinrich Dorner und Bürgermeisterin Elisabeth Böhm überzeugten sich bei einem Lokalaugenschein vom Baufortschritt. Spätestens seit dem Frühjahr sind die Arbeiten auch für Außenstehende deutlich erkennbar.

Von Birgit Böhm-Ritter

Rege Bautätigkeiten in der Schwimmhalle: Das Lehrbecken wird in das ursprüngliche Sportbecken integriert.

Rege Bautätigkeiten in der Schwimmhalle: Das Lehrbecken wird in das ursprüngliche Sportbecken integriert.

© LMS Burgenland

Baustelle nimmt Fahrt auf

Nach dem Spatenstich im Dezember 2024 blieb es auf dem Gelände des geschlossenen Neusiedler Hallenbades zunächst ruhig. So mancher vermutete bereits einen symbolischen Akt im Vorfeld der Landtagswahl. Doch seit dem Frühjahr sind die Fortschritte nicht mehr zu übersehen: Bagger und Baumaschinen auf dem Gelände prägen das Bild.

„Wir sind voll im Plan“, sagte Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner beim Lokalaugenschein auf der Baustelle. „Mit der Sanierung und dem Ausbau wird das Hallenbad Neusiedl nicht nur nachhaltig abgesichert, der Standort wird sogar deutlich aufgewertet.“ Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete Elisabeth Böhm zeigte sich erfreut über den Fortschritt: „Es ist schön zu sehen, was hier weitergeht. Für unsere Stadt und die gesamte Region wird das runderneuerte Hallenbad enorme Impulse bringen.“

Bauarbeiten beim Hallenbad Neusiedl: Fortschritt sichtbar

© LMS Burgenland

Das Hallenbad, das seit 2020 geschlossen ist, wird umfassend saniert und erweitert. Zentrales Element ist eine neue Schwimmhalle mit sechs 25-Meter-Bahnen, die auch für Wettkämpfe genutzt werden kann. Zudem wird die Gastronomie ausgebaut: Rund 180 Personen sollen künftig auch außerhalb des Badebetriebs bewirtet werden können. Der bestehende Saunabereich wird modernisiert und auf über 1.000 Quadratmeter erweitert.

Denkmalpflege und Baukosten stellen hohe Anforderungen

Das Gebäude aus den 1970er-Jahren steht unter Denkmalschutz. Als einziges noch erhaltenes Hallenbad Österreichs im Stil des Brutalismus stellt es besondere Anforderungen an die Sanierung. Die Architektur soll weitgehend erhalten bleiben. Dabei müssen Schäden an Beton- und Holzkonstruktionen originalgetreu rekonstruiert oder restauriert werden. Auch statische Mängel an der Dachkonstruktion werden behoben.

Bauarbeiten beim Hallenbad Neusiedl: Fortschritt sichtbar

© Stadtgemeinde Neusiedl am See

Die ursprünglich für 2024 geplante Fertigstellung verzögert sich – nicht zuletzt wegen gestiegener Baukosten, den Auswirkungen der Pandemie und der Energiekrise. Der neue Zeitplan sieht eine Fertigstellung im vierten Quartal 2026 vor. Die Kosten belaufen sich auf rund 32,9 Millionen Euro netto. 2022 lag die erste Schätzung noch bei 26 Millionen Euro.

Regionale Bedeutung für Bildung, Sport und Tourismus

Der Umbau soll nicht nur Sportlerinnen und Sportlern zugutekommen, sondern auch Schulen, Familien und dem regionalen Tourismus neue Möglichkeiten bieten. „Kinder in den Schulen können wieder schwimmen lernen, und die Sportvereine können dann wieder ihre Trainings abhalten und Wettkämpfe bestreiten“, so Bürgermeisterin Böhm. Bereits bei der Projektvorstellung betonte Landesrätin Daniela Winkler: „Bildung besteht nicht nur aus Lernen. Zu einer gesunden und erfolgreichen Entwicklung gehört Bewegung dazu.“

Bauarbeiten beim Hallenbad Neusiedl: Fortschritt sichtbar

© LMS Burgenland

Mit dem Projekt „Hallenbad Neu“ soll eine moderne Sport- und Freizeiteinrichtung entstehen, die nach Einschätzung der Verantwortlichen neue Impulse für Neusiedl am See und die gesamte Region setzen wird.