Nach einjähriger Pause hat die Bäckerei Kaiser an ihrer gewohnten Adresse auf der Hauptstraße 12 ab dem 27. Oktober wieder geöffnet. Mit einem spezialisierten Sortiment und zusätzlichen Grundnahrungsmitteln will Bäckermeister Ewald Kaiser auch einen Beitrag zur Verbesserung der Nahversorgung im unteren Teil des Ortes leisten.
Gastro-Schließungen: „Wir rechnen mit einer sehr geringen Quote“
Mattersburg
Reaktionen zur bereits vollzogenen Schließung des Florianihofs sowie zum Aus des Terroirs mit Ende Februar.
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Laut Kosch und Partner, dem Masseverwalter im Insolvenzverfahren des Florianihofs, habe man „sehr viel versucht, letztendlich war eine Fortführung nicht mehr möglich. Am Freitag vergangener Woche haben wir den Antrag gestellt, dass die Liquidation durchgeführt werden kann.“ Bei den offenen Forderungen werde zunächst der Vermieter zum Zug kommen. „Da es sich um ein Gastrounternehmen handelt, das eingemietet ist, wird zuerst der Verpächter sein Pfandrecht geltend machen. Wir rechnen mit einer sehr geringen Quote.“
OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar berichtet von mehreren Gesprächen, die es zuletzt mit Betreiber Hoffmann gegeben hat. „Gottfried Hoffmann hat mir seine Situation mit den wiederkehrenden Personalproblemen geschildert, leider hat er die Kurve nicht mehr gekriegt.“
Ein weiterer Grund für die Schließung des ehemaligen „Flurl“ waren laut Hoffmann auch die hohen Fixkosten. Dazu hält Kollar fest: „Natürlich war auch die Höhe der Miete Teil der Gespräche. Wobei man festhalten muss, dass es sich um ein sehr großes Lokal inklusive vorgelagertem Terrassenbereich handelt.“
Bürgermeisterin Claudia Schlager nimmt die Entwicklungen „mit großem Bedauern“ zur Kenntnis: „Trotz Unterstützung seitens der Gemeinde ist es bislang nicht gelungen, dem Neustart unter neuer Führung die erhoffte Stabilität zu geben. Der Standort war über viele Jahre ein wichtiger Treffpunkt unseres gesellschaftlichen Lebens und ist für viele Menschen eng mit persönlichen Erinnerungen verbunden. Die Gemeinde bleibt weiterhin gesprächsbereit und an einer tragfähigen Zukunftslösung für diesen wichtigen Standort interessiert.“
Fabian Tribrunner von Regiowert, dem Eigentümer des „Terroir“, erklärt, dass „die beiden Pächter uns vor ein, zwei Wochen mitgeteilt haben, dass sie aufhören. Es gab einen Wasserschaden im Lokal und Probleme mit der Heizung. Ich denke, dass dies schlussendlich den Ausschlag für ihre Entscheidung gegeben hat.“ Regiowert befinde sich bereits aktiv auf der Suche nach einem Nachfolger: „Es hat bereits Gespräche gegeben, einen neuen Pächter gibt es aber noch nicht“, so Tribrunner.
Patrick Kerschbaum war für eine Stellungnahme zu den Gründen der Schließung nicht erreichbar.