Am Attersee fand das Tauchlager des Landesfeuerwehrverbandes statt. Auch Taucher aus dem Bezirk Mattersburg waren dabei.
Mattersburger Eurospar: NEOS fordern nachhaltige Stadtentwicklung ein
Mattersburg
Der Mattersburger Robert Strnad fordert nachhaltige Stadtentwicklung und konstruktive Zusammenarbeit ein.
So soll der neue Mattersburger Eurospar - er wird zwischen Langendorferweg und Wienerstraße entstehen - aussehen.
© Spar
Der Mattersburger Robert Strnad, seines Zeichens Bezirkssprecher der NEOS, macht den geplanten Eurospar am Stadtrand von Mattersburg zum Thema. „Besonders möchten wir auf das Thema des neuen Sparmarktes in der Wiener Straße eingehen, das große Aufmerksamkeit in der Bevölkerung erregt. Aus zahlreichen persönlichen Gesprächen können wir ableiten, dass die Bürgerinnen und Bürger von Mattersburg besorgt sind und Fragen zur Umsetzung des Projekts aufwerfen. Wir weisen darauf hin, dass es wichtig ist, sich an die eigenen Vorgaben zu halten, die von SPÖ-Landesrat Heinrich Dorner bereits 2022 festgelegt wurden. Diese Vorgaben beinhalten wichtige Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung, wie etwa die maximale Versickerungsleistung der Oberflächengestaltung, die Begrünung nicht befahrbarer Flächen, die Begrenzung der oberirdischen Stellplätze und die Einrichtung von E-Ladestellen“, erläutert Strnad.
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Strnad verweist in der Aussendung auf die Homepage der SPÖ Burgenland - hier die Gestaltungskriterien für Supermärkte und Einkaufszentren im Detail, die von Dorner eingefordert werden:
Für Supermärkte und Einkaufszentren (unabhängig, ob sie Lebensmittel führen oder nicht – also auch für Fachmarktzentren) sollen in Zukunft neue Gestaltungskriterien gelten. So sind bei Neubauten oder Umbauten mit einer Vergrößerung der Verkaufsfläche mindestens zwei oberirdische Geschoße zu errichten. Weiters ist bei der Verkehrsorganisation und der Parkplatzgestaltung auf Klimaschutz und Klimawandelanpassung Rücksicht zu nehmen. Dies umfasst:
- Die Oberflächengestaltung (insbesondere der Parkplätze) ist mit einer maximal möglichen Versickerungsleistung auszuführen. Nicht befahr- bzw. begehbare Flächen sind zu begrünen.
- Bei je fünf Parkplätzen ist mindestens ein Baum zu pflanzen und dauerhaft zu erhalten.
- Die Zahl der oberirdischen Stellplätze ist mit maximal einem Stellplatz je 30 m² Verkaufsfläche zu begrenzen.
- Zehn Prozent der Stellplätze für PKW und Fahrräder, jedoch jeweils mindestens zwei, sind als E-Ladestellen auszuführen.
- Parkplätze sind so auszugestalten, dass Fußgeher und Radfahrer gegenüber dem Pkw-Verkehr Vorrang haben.
- Der Standort ist an das bestehende Fuß- und Radwegenetz anzubinden.
- In Eingangsnähe sind für je 50 m² Verkaufsfläche mindestens zwei überdachte diebstahlsichere Stellplätze für Fahrräder zu errichten.
- Ebenfalls forciert wird der Einsatz Erneuerbarer Energien. Die Dachflächen sind mit Ausnahme der technisch bedingten Flächen zu begrünen oder mit PV-Anlagen auszugestalten, wobei eine Kombination von PV-Nutzung und Dachbegrünung anzustreben ist.
- Außerdem sind neuerrichtete Gebäude zumindest als Niedrigst-Energiegebäude auszuführen. Weiters sind Gebäude und Parkplatzflächen so auszugestalten, dass sie sich in das bestehende Ortsbild einfügen. Und: Im Sinne einer Mehrfachnutzung sind in Abstimmung mit der Standortgemeinde Parkplätze auch außerhalb der Geschäftszeiten nutzbar zu machen.
Strnad ist weiters der festen Überzeugung, dass „diese Punkte bei einem Neubau am Stadtrand äußerst zu begrüßen wären, um das Projekt für die Bürgerinnen und Bürger von Mattersburg so attraktiv und nachhaltig wie möglich zu gestalten. Darüber hinaus würden wir als Gemeinde ein positives Beispiel in der Transformation der Ortsrandlagen setzen.“
Kritik von Strnad an Aussagen von SPÖP-Vize Thomas Nikles
Wie die BVZ berichtete, gab es Wirbel rund um die „Bluatwiese“-Aussagen von SPÖ-Vize Thomas Nikles im Rahmen seiner Antrittsrede.
„Wir begrüßen Vizebürgermeister Nikles in seiner neuen Funktion und wünschen ihm alles Gute für seine zukünftige Arbeit. Dennoch möchten wir klarstellen, dass die Kritik von Nikles an der Opposition bezüglich einer angeblich nicht konstruktiven Zusammenarbeit nicht nachvollziehbar ist“, hält Strnad fest.
„Es ist ein fundamentaler Bestandteil unseres demokratischen Systems, alternative Sichtweisen und Lösungsvorschläge einzubringen. Ein 'Sager‘, wie in der Antrittsrede des Vizebürgermeisters, ist unserer Meinung nach nicht angebracht und steht einer Stadtregierung mit absoluter Mehrheit nicht gut zu Gesicht. Wir appellieren daher an alle Verantwortlichen, eine konstruktive Zusammenarbeit sicherzustellen und die Belange der Bürgerinnen und Bürger von Mattersburg in den Mittelpunkt zu stellen“, so Strnad abschließend.
Die Reaktion von SPÖ-Vizebürgermeister Thomas Nikles: „Ich danke den NEOS für die Glückwünsche und dass die Forderung nach konstruktiver Zusammenarbeit geteilt wird. In diesem Sinne, an die Arbeit für unsere schöne Stadt!“