Pläne für ehemalige Bank Austria sollen noch im Frühjahr feststehen

Mattersburg

Die „Landesimmobilien Burgenland“ kaufte im vergangenen Jahr die Immobilie der ehemaligen Bank Austria im Mattersburger Stadtzentrum. Noch dieses Frühjahr soll feststehen, welche Einrichtungen dort einziehen werden. Ein Grund für die Investition könnten fehlende Platzkapazitäten in der Mattersburger BH sein, wo vor nicht allzu langer Zeit erst Platz geschaffen wurde: Die BH Mattersburg wurde zur „Schwerpunkt-BH“ – unter anderem für die Bereiche Anwaltschaften oder Ombudsmann, diese kamen im Dachgeschoss unter.

Von Richard Vogler

Die Immobilie der ehemaligen Bank Austria ist eine geschichtsträchtige: Es ist das erste Gebäude, welches im Stile des Brutalismus erbaut wurde.

Die Immobilie der ehemaligen Bank Austria ist eine geschichtsträchtige: Es ist das erste Gebäude, welches im Stile des Brutalismus erbaut wurde.

© Richard Vogler

„Es fanden umfassende Gespräche mit den involvierten Behörden zur Entwicklung der Liegenschaft als Büro- und Verwaltungsgebäude statt. Bedingt durch den Platzmangel in der BH soll künftig auch die ehemalige Bank Austria für Landeszwecke genutzt werden“, wird von Seiten der LIB-Pressestelle festgehalten. „Die planerischen Leistungen sowie die notwendigen behördlichen Abstimmungen befinden sich in der finalen Phase. Ebenso wird für die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen ein entsprechender Kostenrahmen ausgearbeitet. Die Machbarkeitsstudie soll im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein und als Vorlage für die weiteren Entscheidungsprozesse dienen.“

Das Gebäude ist eine geschichtsträchtige Immobilie. Es wurde zwischen 1970 und 1972 für die Bank Austria erbaut. Es war das erste burgenländische Gebäude, das in der Stilform des Brutalismus errichtet wurde. Erst vier Jahre später folgte das Mattersburger Kulturzentrum, das ebenso im Stil des Brutalismus erbaut wurde. 2022 schloss die Bank Austria ihre Filiale an diesem Standort. Neue Besitzer wurden im September 2022 die „Da Buki“-Brüder aus Neutal. Die Gastro-Familie plante, dort ein Restaurant zu errichten, ließ dieses Vorhaben jedoch wieder fallen. Als Gründe von Seiten des damaligen Besitzers wurden die Auflagen des Bundesdenkmalschutzamtes genannt. 2024 kaufte die Landesimmobilien – eine Tochtergesellschaft des Landes Burgenland – das Gebäude.

Für die „Da Buki“-Brüder soll dabei ein satter Gewinn herausgeschaut haben: Dem Vernehmen nach zahlten diese 860.000 Euro, das Land Burgenland hingegen kaufte die ehemalige Bank um 1,3 Millionen Euro.