Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
Martiniloben und Co. brachten herbstliches Plus im Tourismus
Mehr Nächtigungen
Das Jahr 2024 war gemessen an Nächtigungszahlen „das beste aller Zeiten“, heißt es vom Burgenland Tourismus. 65.000 Gäste habe man alleine mit dem Martiniloben ins Land gelockt.
Offene Kellertüren, Gansl-Essen, Weintaufen und alles drum und dran bescherte dem Tourismus ein Plus im Herbst.
© Daniel Gottfried
Das Burgenland verzeichnet im Oktober Zuwächse bei Ankünften und Nächtigungen, jubelt der Burgenland Tourismus am Ende November: Die Ankünfte seien um 6,2 Prozent auf insgesamt 92.967 gestiegen, die Übernachtungen um 2,6 Prozent auf 233.395. Ein größeres Plus bei Ankünften als bei Nächtigungen heißt im Umkehrschluss allerdings, dass die durchschnittliche Urlaubsdauer leicht rückläufig war.
Beim Burgenland Tourismus ist man jedenfalls zufrieden, vor allem Aufgrund des inländischen Gästezuwachses von 3,4 Prozent. Bei den Touristen von außerhalb Österreichs gibt es mit 0,6 Prozent ein hauchdünnes Minus.
© zVg, H. Lehmann
Das Plus geht vor allem auf den höherklassigen Tourismussektor zurück. Bei den Hotels mit vier oder fünf Sternen verzeichnet man ein plus von 5 Prozent (116.768), bei den Drei-Sterne-Hotels um 4,9 (35.858).
Nächtigungszahlen heuer auf Rekordkurs
Von Jänner bis Oktober liegen die Nächtigungszahlen um 4,1 Prozent über dem Vorjahr, die Marke von drei Millionen Nächtigungen wurde bis November nur knapp verfehlt. Rund 76 Prozent der Übernachtungen entfielen dabei auf österreichische Gäste. Besonders die Niederösterreicher (+7 Prozent) und Steirer (+5,6 Prozent) trugen zum Plus bei.
Von den 707.672 Nächtigungen ausländischer Touristen (+3,3 Prozent) schwächelt zwar mit Deutschland der wichtigste Markt leicht (-1,2 Prozent; 385.922 Nächtigungen), dafür boomt Burgenland-Urlaub in Ungarn: hier gibt es ein Plus von 21,4 Prozent auf 49.271 Nächtigungen zu melden. Positiv werden auch die Zahlen Slowakischer Gäste (+12,5 %, 27.921 Nächtigungen) betont.

© Burgenland Tourismus, Fertsak Viktor
Doskozil: „Martiniloben als Zugpferd für den Herbsttourismus“
Landeshauptmann und Tourismusreferent Hans Peter Doskozil unterstreicht in einer Jubelmeldung die Bedeutung des Martinilobens als „wesentlichen Impuls für die Stärkung der Marke Burgenland. „Das Martiniloben, das von Oktober bis Mitte November die Brücke zwischen Wein, Kulinarik und Kultur schlägt, hat sich als Zugpferd für den burgenländischen Herbsttourismus etabliert“, so Doskozil.
Das Martinloben hat sich zu einer Marke entwickelt, die typisch burgenländisch ist. Mit dem nächsten Schritt zur Saisonausweitung richten wir den Fokus bereits auf den Winter. Dazu haben wir unter anderem das Winterwunder Mörbisch initiiert.“ Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.
Der Fokus liege auch weiterhin auf Wein- und Genusstourismus. Über 250 Winzerinnen haben alleine in der Region Neusiedler See im Zuge des Landesfeiertages ihre Keller geöffnet und ihre Weine präsentiert. „Der Trend zu Kurzreisen und qualitativ hochwertigen Urlaubserlebnissen hält an. Unsere gezielten Werbemaßnahmen unter der Marke ‚Martiniloben‘ zeigen Wirkung. Wir freuen uns über die tolle Entwicklung und die Steigerung der Gästezahlen“, betont Didi Tunkel, Geschäftsführer der Burgenland Tourismus.