Zwölf Länder, tausend Geschichten und Erfahrungen, die weit über das Reisen hinausgehen: Michael Pahr erzählt warum es sich lohnt, die Welt auf eigene Faust zu entdecken.
Taten an vier Orten: Wieder Friedhof-Dieb verurteilt
Mittäter vor Gericht
Ein 31-jähriger Ungar, Vater von drei Kindern, war im Oktober 2022 am Diebstahl von Grabschmuck beteiligt gewesen.
Der Angeklagte gab zu, an den Diebstählen auf vier Friedhöfen mitgewirkt zu haben.
© BVZ/Kirchmeir
In der Nacht von 13. auf 14. Oktober 2022 hatten Diebe die Friedhöfe in Oberwart, Pinkafeld, Pinggau und Rohrbach an der Lafnitz heimgesucht und eine Vielzahl an Kreuzen, Vasen, Statuen und anderen Schmuckgegenständen gestohlen.
Der Wert des Diebsguts überstieg die Wertgrenze von 5.000 Euro bei weitem, weshalb den Tätern schwerer gewerbsmäßiger Diebstahl vorgeworfen wurde.
Einer der Täter war bereits verurteilt worden, am 27. November 2024 musste sich auch sein 31-jähriger Komplize vor Gericht verantworten. Nach dem Mann war per europäischem Haftbefehl gefahndet worden, er war schließlich in seiner Heimat verhaftet und nach Österreich ausgeliefert worden.
Im Strafregister des Familienvaters sind bereits zehn Strafen eingetragen, davon eine wegen Diebstahls vom Landesgericht Eisenstadt.
Angeklagter half bei Abtransport und stand Schmiere
Zu den Friedhof-Diebstählen bekannte sich der Mann grundsätzlich schuldig, behauptete aber, er habe nur einmal beim Abtransport des Diebsguts geholfen und sei bei zwei Friedhöfen „Schmiere“ gestanden.
Den Haupttäter habe er in einem Hotel in Szombathely kennengelernt, der „eines Tages mit einer Marienstatue“ aufgetaucht sei.
„Er bat mich, ihm zu helfen“, berichtete der Angeklagte. „Er sagte, er habe noch mehr solche Sachen in Österreich.“ Es sei ihm bewusst gewesen, dass die Gegenstände gestohlen waren, gab der 31-Jährige zu.
Grabschmuck wurde abmontiert und mitgenommen
Am Friedhof in Oberwart seien „die Kupfersachen schon abmontiert“ gewesen. Auch vom Friedhof in Pinkafeld habe man bereits abmontierten Grabschmuck mitgenommen, so der Angeklagte. In Rohrbach habe er draußen Wache gehalten.
Sein Komplize habe das Diebsgut zum Kupfer-Kilopreis verkauft. „Für einen Kilo Kupfer bekommt man 2.000 Forint“, berichtete der Angeklagte. Er selbst habe die Hälfte des Erlöses erhalten, rund 100.000 Forint (242 Euro).
Der Ungar wurde jetzt zu 36 Monaten Haft verurteilt. Einen Teil davon hat er bereits verbüßt. Der Angeklagte nahm das Urteil an.