Die Landes-Aktion „Burgenland bewegt Kids“ geht ins dritte Jahr: Bekannt ist die Inititiative vor allem unter dem Stichwort „Gratis-Ski“. Schülerinnen und Schüler der sechsten Stufe können sich ab 23. November ihre Burgenland-Ski abholen oder einen 130-Euro-Gutschein einlösen.
ÖVP-Bilanz zum Jahr des Neustarts fällt „kantig & konstruktiv“ aus
Motto: Neue Gerechtigkeit
Unter Landesparteiobmann Christoph Zarits und Klubchef Bernd Strobl hat sich die Volkspartei in den vergangenen Monaten zwischen scharfer Kritik an der Landesregierung und mitunter auch gemeinsamen Beschlüssen im Landtag eingependelt. Zarits und Abgeordnete Carina Laschober-Luif gaben sich auch im Ausblick auf 2026 bestimmt.
ÖVP-Landesparteiobmann CHristoph Zarits und Klubobmann-Stellvertreterin Carina Laschober-Luif bei der Bilanz im ÖVP-Haus in Eisenstadt.
© ÖVP Burgenland
Christoph Zarits, der als Nationalratsabgeordneter der ÖVP als Regierungspartei angehört, trat bei der Landes-Bilanz auch als kritischer Oppositionspolitiker auf: „Schönfärberei“ und „Machtpolitik“ warfen er und Klubobmann-Stellvertreterin Carina Laschober-Luif der rot-grünen Landesregierung vor. Der Kurs führe „das Burgenland finanziell, strukturell und politisch immer weiter in die Sackgasse“.
Die Landes-Schulden stellten Zarits und Laschober-Luif ins Zentrum ihrer Kritik: Mit „mindestens 3,3 Milliarden Euro Schulden“ fahre man „mit voller Geschwindigkeit gegen die Wand“. Laschober-Luif sprach von einem „Tiefpunkt“ für die Gemeindefinanzen: „2026 treffen die Streichung der Güterwegeförderung und die massiven Abzüge im Landesvoranschlag die Kommunen mitten ins Herz“.
Im Sinne der konstruktiven Oppositionsarbeit verwiesen der ÖVP-CHef und die Landtagsabgeordnete auf gemeinsame Beschlüsse - wie beim gestaffelten Mutterschutz nach Fehlgeburten, dem Kündigungsschutz für Krebspatienten oder beim „eAusweis“ für Menschen mit Behinderung. Mit der Verfassungsänderung sowie die Novelle der Gemeindeordnung habe man auch zwei grundlegende Reformen mit den Regierungsparteien mitgetragen.
SPÖ-Klubobmann Roland Fürst warf der ÖVP in einer Antwort auf die Bilanz dennoch „Fundamentalopposition“ vor. In Bezug auf die Kritik zu den Gemeindefinanzen unterstrich Fürst, dass 2025 seitens des Landes 89 Millionen Euro an Bedarfszuweisungen vergeben wurden. Und auch der geplatzte Deal um die Übernahme des Müllverbandes ins Land brachte der Volkspartei noch einmal die Kritik des SPÖ-Klubchefs ein.
ÖVP mit „10-Punkte-Plan“
Beim Ausblick auf das neue Jahr erinnerte ÖVP-Chef Zarits an den „10-Punkte-Plan“ nach dem Motto „Neue Gerechtigkeit für das Burgenland“, mit dem man Transparenz und Leistung hervorstreichen will. „Der Fokus liegt auf der Stärkung der Gemeinden, echter Aufklärung und einem ehrlichen Umgang mit den Herausforderungen des Landes.“
Intern ging es in der Landes-ÖVP im auslaufenden Jahr auch darum, die Wogen zu glätten: Nach der Wahlniederlage im Jänner waren die Grabenkämpfe um den Chefsessel mitunter hart. Zarits sprach nun von Geschlossenheit, man wolle das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zurückgewinnen.