Lebende Christbäume: So nachhaltig sind sie wirklich

Tipps und Fakten

Lebende Christbäume gelten als alternative zur klassischen, geschnittenen Tanne. Doch ein Bäumchen im Topf ist nicht immer umweltfreundlicher...

Von Von NÖN Redaktion

Lebende Christbäume: So nachhaltig sind sie wirklich

© Shutterstock/knelson20

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Formen der Aufzucht für Christbäume im Topf: Denn nicht jeder Christbaum, der in einem Topf verkauft wird, ist auch in einem Topf hochgezogen worden.

Gestochener Christbaum im Topf

Wer einen Christbaum im Topf kauft, sollte zuallererst das Etikett lesen. Ist von einem „gestochenen“ Christbaum die Rede, wird der Baum aus der Erde ohne Rücksicht auf seine Wurzeln ausgestochen. Die Wurzeln werden dabei gekappt und schwer beschädigt.

Die Folge ist, dass der Baum meist nur wenige Wochen überlebt und darum muss dieser Christbaum nach den Feiertagen genauso schnell entsorgt werden, wie ein gefällter Christbaum.

Ein Hinweis auf einen gestochenen Christbaum ist auch ein zu günstiger Preis. Bei einem gut aufgezogenen Christbaum im Topf muss man mit einem doppelt so hohen Preis wie bei einem klassischen Christbaum rechnen.

Im Topf gewachsener Christbaum

Dieser Christbaum wurde bereits im Topf aufgezogen und die Wurzeln sind gut entwickelt.Er kann bei guter Pflege überleben.

Aber ein im Topf gewachsener Christbaum ist nicht automatisch ökologischer als ein gestochener Christbaum oder ein klassisch gefällter Baum. Christbäume im Topf sind durch die Erde schwerer und der Energieaufwand für den Transport erhöht sich. Daher ist es besonders wichtig, auf regionale Anbieterzu achten.

Um die Klimabilanz positiv zu beeinflussen, ist es wichtig den Christbaum über einige Jahre zu behalten und ihn gut zu pflegen. Tannen und Fichten sind jedoch keine Topfpflanzen und nicht dafür geschaffen im Topf zu überleben.

Wer keinen Nadelbaum im Garten haben möchte oder zu wenig Platz dafür hat, sollte lieber auf diese Möglichkeit verzichten. Fällt die Entscheidung doch dafür aus, dann kommt es auf die richtige Pflege an!

Pflegetipps für einen lebenden Christbaum, der im Topf gezogen wurde:

  • Der Christbaum brauchtZeit, sich an die Wohnungstemperatur zu gewöhnen. Einige Tage im kühleren Stiegenhaus oder in der Garage helfen dem Baum bei der Umstellung.
  • Der Baum sollte so kurz wie möglich in warmen Innenräumen verweilen. Darum sollte er erst am Weihnachtsabend dort aufgestellt werden und maximal eine Woche stehen bleiben.
  • Plätze neben der Heizung gilt es zuvermeiden.
  • Regelmäßiges Gießen ist notwendig, denn die Erde darf nicht austrocknen.
  • Bevor der Baum nach den Feiertagen im Garten ausgesetzt wird, muss er sich an einem etwas kühleren Ort, wie Stiegenhaus oder in der Garage, langsam an die kühleren Temperaturen gewöhnen. Ein Jutebeutel um den Topf verhindert, dass der Wurzelballen friert.
  • Der Boden im Garten darf beim Aussetzen nicht mehr gefroren sein. Erst dann kann der Baum Wurzeln schlagen.
  • Achtung:Zum nächsten Weihnachtsfest kann der Baum nicht wieder ausgegraben werden.

Fazit: Ein "überlebender" regional gewachsener Christbaum ist ökologischer

Der Christbaum im Topf ist einegute Alternative für Pflanzenfreunde, die ihren Baum über mehrere Jahre behalten möchten. Ökologisch nachhaltiger ist er allerdings nur, wenn er aus der Region kommt, kurze Transportwege hatte und nach den Feiertagen im Garten für mehrere Jahre gepflegt wird.