Pöttsching: Neue Heizung für die Volksschule

Nachhaltigkeit

Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde einstimmig eine nachhaltigere Heizmöglichkeit durch eine Hackschnitzelanlage für die Volksschule bestimmt.

Von Elena Schuh

Bisher gab es in der Volksschule Pöttsching eine Gasheizung.

Bisher gab es in der Volksschule Pöttsching eine Gasheizung.

© https://commons.wikimedia.org/wiki/File:P%C3%B6ttsching-Volksschule_5095.JPG, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:P%C3%B6ttsching-Volksschule_5095.JPG

Die Heizpreise sind in den letzten Jahren drastisch gestiegen und auch der Aufruf nach erneuerbaren Energien wird immer größer. Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde aus diesem Grund die Heizung der Volksschule Pöttsching besprochen, die bisher mit Gas betrieben wurde und eine nachhaltigere Lösung gefunden: Nahwärme durch eine Hackschnitzelanlage am Nachbarsgelände.

Im Herbst schon in Betrieb

Der neue Plan sieht nun so aus: Das Nachbargrundstück gehört dem Landwirt Christian Prünner, mit diesem wurde ein Wärmeliefervertrag unterzeichnet. Das bedeutet, dass bei ihm eine Hackschnitzelanlage aufgebaut wird und Leitungen zu der Volksschule daneben verlegt werden, um diese über eine Wärmeübergabestation mit der produzierten Wärme zu versorgen. Der gesamte Prozess, um dieses Projekt ins Laufen zu bringen, ist bereits im vollen Gange, die Veträge wurden schon im Juni unterschrieben und die Anlagen sogleich bestellt. Schon im Herbst soll das neue Konzept funktionstüchtig sein. „Die nächste Heizperiode soll schon mit dieser Anlage geheizt werden“, erklärt Vizebürgermeister Erwin Marchhart, „es ist wirklich eine sehr feine Sache und gut ausgearbeitet.“

Auch ist das Ganze preislich für die Gemeinde günstiger. Konkrete Zahlen bezüglich der Anschaffung und des Umbaus gibt es noch keine, hierbei sind noch Adaptierungen notwendig. Die Hauptinvestition trägt jedoch laut Laura Moser (SPÖ) Prünner, der Nachbar. „Wir möchten nach und nach auf nachhaltige Energie in den öffentlichen Gebäuden umsteigen, wir haben bereits die Kindergrippe mit einer Wärmepumpe ausgestattet und viele Photovoltaikanlagen montiert“, berichtet Moser, „das vorher vorgestellte Projekt ist natürlich auf die Volksschule beschränkt, jedoch werden wir in den nächsten Jahren schauen, wie wir noch mehr auf erneuerbare Energien umsteigen können.“ Auch beim Bau des neuen Gemeindezentrums wurde die nachhaltige Energiebeschaffung berücksichtigt und auf eine Wärmepumpe zurückgegriffen. „Schritt für Schritt arbeiten wir uns vor“, so Moser.