Konrad Gradwohl: Abschied nach 45 Jahren im Fußballsport
Nachwuchsfußball
Der langjährige Nachwuchschef der Waldquelle Juniors, Konrad Gradwohl, sagt nach fast einem halben Jahrhundert in Diensten seines Lieblingshobbys lebewohl.
Konrad Gradwohl (vorne) mit den U12-Burschen und den U10-Mädchen des FFZ Waldquelle Juniors. Mit diesen beiden Teams nahm der Langzeit-Nachwuchscoach Abschied von der Fußballbühne.
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„Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen“, sagt Konrad Gradwohl, nachdem er mit dem Ende der Saison 2023/24 seinen Abschied vom Fußball bekanntgab. Nach unglaublichen 45 Jahren. Der 61-Jährige nennt Alters- und gesundheitliche Gründe als Grundlage für seine Entscheidung: „Im August steht eine Hüftoperation auf dem Programm, danach einmal Reha.“
Vom Spieler- direkt in den Nachwuchssektor
Dem Fußball war der Lindgrabener schon sehr früh verbunden. Mit 17 startete Gradwohl seine Laufbahn in der Kampfmannschaft des ASK Kobersdorf. Es folgten 20 Jahre bei seinem Heimverein sowie dem SC Unterfrauenhaid. Der Spielerkarriere folgte ein Vierteljahrzehnt in Diensten des Nachwuchsfußballs. Den Einstieg vollzog der Polizist bei der SpG KOW (Anm.: Kobersdorf/Oberpetersdorf/Weppersdorf). Es folgten Stationen bei der SpG 2000, der SpG KOOPS Juniors und schließlich beim Folgeverein, der SpG FFZ Waldquelle Juniors. Dort übernahm der Fußball-Fanatiker Ende 2012 die Agenden des Nachwuchsleiters. Unter Gradwohls Führung wurde die Gründung der FFZ Waldquelle Juniors als eigenständiger Verein im Jahr 2016 bei der BH Oberpullendorf angemeldet. Ein zukunftsträchtiger Schritt. Acht Jahre später steht der Verein auf einer soliden wirtschaftlichen Basis und betreut außerdem rund 150 fußballbegeisterte Burschen und Mädchen.
„Es hat mir stets eine Riesenfreude bereitet, Spieler und Spielerinnen auf ihrem Weg zu begleiten, zu unterstützen und schlussendlich in die jeweiligen Reserve- und Kampfmannschaften zu entlassen“, blickt Konrad Gradwohl schmunzelnd auf sehr schöne Zeiten zurück. „Es waren doch mehrere Generationen.“ Ein Motto stand für den Lindgrabener dabei immer im Vordergrund: „Qualität als auch Quantität“. Dabei sollte die technisch-taktische Ausbildung freilich nicht zu kurz kommen, sondern die Gemeinschaft an erster Stelle stehen. Befeuert durch genügend Einsatzminuten für jedes Kind, das Spaß und Freude am Fußball hatte. „Nur dadurch ist eine Ausbildung und Rückführung in den jeweiligen Stammverein möglich“, so Gradwohl. „Und dazu ist eine Spielgemeinschaft schließlich auch da. Daher gab es bei mir Vorgaben für die Trainer, was Mindestspielzeiten betraf.“
Die Leitung nach einem Jahrzehnt abgegeben
Im Frühjahr 2023 war dann Schluss mit Gradwohl'schen Vorgaben. Da übergab der langjährige Nachwuchsleiter seine Agenden an den Weppersdorfer Rene Durda, „damit die Weiterführung der Waldquelle Juniors unter einer starken Leitung gegeben bleibt“. Neben den zahlreichen Spielern und Spielerinnen, die Gradwohl sehr viele „richtig schöne Momente“ bescherten und seinen Trainerkollegen, möchte sich der Fußball-Pensionist bei vielen Wegbegleitern bedanken: „Die Zusammenarbeit mit den anderen Nachwuchsleitern der Bezirksvereine war wirklich immer ganz toll. Außerdem gilt mein Dank auch dem Team der Geschäftsstelle des BFV (Burgenländischer Fußballverband) mit Karl Schmidt, Kurt Behringer, Heinz Lautischer, Pamela Wolf, Hans Füzi und Didi Heger, die immer ein offenes Ohr für meine Anliegen und somit jene des FFZ Waldquelle Juniors hatten.“ Dem Fußball möchte Gradwohl nach seiner Reha aber nicht gänzlich fernbleiben. Allerdings nur als Fan und Beobachter. „45 Jahre sind genug. Es ist Zeit den Jungen das Feld zu überlassen.“