Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
Eine Woche bis zur Wahl: „Junge Wilde“ legen noch nach
Nationalrats-Wahlkampf
Sechs kleinere Listen und neue Gruppierungen stehen am 29. September im Burgenland am Stimmzettel. Der Wahlkampf findet auf der Straße und im Netz statt, die Landes-Spitzenkandidaten setzen dabei auch auf bundesweite Unterstützung.
KPÖ-Trio zu Besuch in Eisenstadt (v.l.): Bundes-Spitzenkandidat Tobias Schweiger, Burgenland-Spitzenkandidatin Miriam Herlicska und Wahlkreis-Nord-Kandidat Arnold Paukowitsch.
© Anika Kröpfl
Als Listenchefin hat zum Beispiel Madeleine Petrovic keine Berührungsängste: In der Fußgängerzone in Eisenstadt hielt sie kürzlich Reden inmitten der Passanten; an ihrer Seite war auch Landes-Spitzenkandidat Rudo Grandits.
© Wolfgang Millendorfer
Mitten in der Landeshauptstadt sollte heute, Freitag, auch Dominik Wlazny als Chef der Bierpartei auftreten, zusammen mit Landes-Kandidat Peter Rath. Die Tour wurde wegen der Unwetter unterbrochen, jetzt bleibt nur mehr die Schlussveranstaltung in Wien zwei Tage vor der Wahl. Rath ist bis dahin im Burgenland unterwegs.

© Bierpartei
Das gilt für alle Kandidatinnen und Kandidaten der kleineren und neuen Listen. Und besonderen Wert aufs persönliche Gespräch legt Manfred Kölly: Der frühere FPÖ-Klubchef und LBL-Landtagsmandatar tritt für die Gelben an und zählt – wie Listengründer Martin Gollner – auf den individuellen Wahlkampf. Zugleich betont Kölly, dass es aus seiner Sicht nicht um den „Kampf“ gehe.

© Wolfgang Millendorfer
Die meisten Kandidatinnen und Kandidaten bei den Kleinparteien verzeichnet die KPÖ-plus, die auch im Burgenland mit dem Zusatz „plus“ ins Rennen geht: Spitzenkandidatin Miriam Herlicska und Zweitplatzierter Arnold Paukowitsch traten zur Präsentation der Schwerpunkte ebenfalls in Eisenstadt und zusammen mit Bundeslisten-Kandidat Tobias Schweiger auf.

© Wolfgang Millendorfer
Die Liste Gazamit Marco Wanjura als ersten Landeskandidaten präsentierte ihre Inhalte als Protest „gegen Völkermord und Anti-Islam-Kurs“ in Eisenstadt, unterstützt von Bundes-SpitzenkandidatinIrina Vana.

© Alex Illisei
Den neuen Namen – „Keine von denen“ – hat die frühere Liste Wandel mit Burgenland-Kandidat Gebhard Hopfmüller im Straßen-Wahlkampf transportiert. Und eines steht jetzt schon fest: Auf den Wochenmärkten im Land wird es auch in der letzten Woche vor dem Wahlsonntag wieder eng werden ...