Nationalpark ist beliebtestes EU-Projekt im Burgenland

Neusiedler See-Seewinkel

30 Jahre EU-Mitgliedschaft: Eine NEOS-Initiative hebt regionale Erfolge hervor. Drei Jahrzehnte nach dem EU-Beitritt Österreichs haben die NEOS zur Wahl des beliebtesten EU-Projekts aufgerufen. Im Burgenland setzte sich der Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel klar durch. Die Abstimmung soll sichtbar machen, wie europäische Förderungen das tägliche Leben vor Ort verbessern.

Von Von Birgit Böhm-Ritter

Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel

Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel

© Nationalpark Neusiedler See-Lange Lacke

Abstimmung zum Jubiläum

Zum 30-jährigen Jubiläum des EU-Beitritts suchten die NEOS das beliebteste europäische Förderprojekt in Österreich. Online konnten Bürgerinnen und Bürger für Projekte stimmen, die mit Unterstützung der Europäischen Union umgesetzt wurden. Im Burgenland fiel die Wahl auf den Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel. Weitere nominierte Projekte waren der Familypark St. Margarethen und die Initiative „Gründen als Chance für Frauen“.

Die stellvertretende Landessprecherin der NEOS Burgenland, Stani Frank, gratulierte dem Siegerprojekt: „Der Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel ist ein Paradebeispiel dafür, wie EU-Förderungen unsere Regionen stärken und den Alltag der Menschen im Burgenland verbessern.“ Nur durch die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union sei der Ausbau dieses einzigartigen Naturraums möglich gewesen.

EU-Förderungen mit regionaler Wirkung

Seit dem EU-Beitritt Österreichs im Jahr 1995 wurden zahlreiche Projekte in allen Bundesländern verwirklicht. Für die NEOS ist der Nationalpark auch Symbol für eine nachhaltige Regionalentwicklung. Er verbindet Naturschutz mit sanftem Tourismus und trägt laut Frank zur wirtschaftlichen und ökologischen Stärkung des Seewinkels bei.

Nationalpark ist beliebtestes EU-Projekt im Burgenland

© NEOS Burgenland

Anna Stürgkh, Abgeordnete der NEOS im Europäischen Parlament, betont: „Europa wirkt – und zwar dort, wo es zählt – direkt vor Ort.“ Sie verweist auf europaweite Erfolge: Rund 700.000 Arbeitsplätze seien durch die EU entstanden, mehr als 350.000 junge Menschen hätten durch das Bildungsprogramm Erasmus Europa kennengelernt. Der durchschnittliche jährliche Nutzen pro Bürgerin und Bürger betrage über 3.800 Euro.

NEOS wollen EU-Erfolge sichtbar machen

Die Abstimmung ist Teil einer bundesweiten Kampagne der NEOS. Ziel ist es, die Auswirkungen der Europäischen Union im Alltag der Menschen aufzuzeigen. Helmut Brandstätter, Delegationsleiter der NEOS im EU-Parlament, erklärte dazu: „Seit 30 Jahren macht Europa Österreich sicherer, wohlhabender und lebenswerter – höchste Zeit, diese Erfolge gemeinsam sichtbar zu machen.“

Zu den österreichweiten Nominierten zählten unter anderem die Renaturierung der Alten Donau in Wien, das Forschungszentrum für intelligente Materialien in Salzburg und der Schutz regionaler Spezialitäten wie dem Tiroler Speck. Die Aktion soll die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit und regionaler Projekte in den Mittelpunkt rücken.