Arad Benkö wird österreichischer Botschafter in Israel

Neusiedler Wurzeln

Der Ministerrat hat Arad Benkö zum neuen österreichischen Botschafter in Israel bestimmt. Die Ernennung folgt auf eine kurze Phase als Sonderbeauftragter für den Nahen Osten, die er Anfang 2026 antreten soll. Benkö bringt langjährige diplomatische Erfahrung und persönliche Verbindungen zur Region mit.

Von Von Birgit Böhm-Ritter

Ab dem 1. Jänner 2026 übernimmt Arad Benkö seine Aufgabe als Sonderbeauftragter für den Nahen Osten. Nach rund einem halben Jahr wechselt er in die Botschaft nach Tel Aviv.

Ab dem 1. Jänner 2026 übernimmt Arad Benkö seine Aufgabe als Sonderbeauftragter für den Nahen Osten. Nach rund einem halben Jahr wechselt er in die Botschaft nach Tel Aviv.

© Twitter/AradBenkoe

Rückkehr an einen früheren Dienstort

Arad Benkö war von 2006 bis 2009 bereits in Tel Aviv tätig. Damals leitete er das Österreichische Kulturforum in der israelischen Metropole und sammelte Erfahrungen im bilateralen Austausch und in der kulturellen Diplomatie. Diese frühe Verbindung zu Israel gilt in diplomatischen Kreisen als wertvolle Grundlage für die neue Aufgabe als Botschafter.

Die für den Sommer geplante Ernennung ist Teil eines größeren Beschlusses des Ministerrats zur Neubesetzung von 28 diplomatischen Leitungsfunktionen. Das Außenministerium bestätigte, dass Benkö den Botschafterposten in Tel Aviv im Sommer übernehmen wird. Erst Anfang November wurde der derzeitige Kabinettschef von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) zum Sonderbeauftragten für den Nahen Osten ernannt worden. Diese Aufgabe beginnt am 1. Jänner 2026 und endet nun vorzeitig mit dem Antritt seiner Botschafterfunktion.

Erfahrungen in Krisenregionen

Benkö verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im diplomatischen Dienst. Zu seinen Stationen zählen Botschaften in Bonn, Pristina, Bukarest, Brüssel sowie Leitungsfunktionen in Lettland und Georgien. Besonders herausgehoben wird seine Tätigkeit als österreichischer Botschafter in der Ukraine während des russischen Angriffskriegs.

Während dieser Zeit war Benkö unmittelbar mit den praktischen und politischen Herausforderungen eines Krisengebiets konfrontiert. Er betonte damals in einem BVZ-Interview, dass Diplomatie in Krisensituationen vor allem Kommunikation und die Ermöglichung von Kommunikation sei.

Neusiedler Wurzeln und persönliche Prägung

Als Sohn einer aus Neusiedl am See stammenden Familie hat Arad Benkö einen bemerkenswerten Weg hinter sich. Benkös Familie widmete der Neusiedler Heimatforscher Martin Pieber übrigens ein Buch: „Die jüdische Familie Wallenstein-Benkö“.