Für die „Innenstadt neu“ muss der Busbahnhof weg

Oberwart Zentrum

Seit Jahren wird über die Neugestaltung der Oberwarter Innenstadt gesprochen. Jetzt wird der Druck größer, doch ohne Lösung beim Busbahnhof bleibt vieles Theorie und die Zeit bis zum 700 Jahr-Jubiläum 2027 wird knapp.

Von Bertie Unger

Zu Stoßzeiten ist der Busbahnhof enorm frequentiert. Für eine verkehrsberuhigte Innenstadt ist das alles andere als ideal.

Zu Stoßzeiten ist der Busbahnhof enorm frequentiert. Für eine verkehrsberuhigte Innenstadt ist das alles andere als ideal.

© Lexi

Die Pläne sind bekannt, der Knackpunkt auch: Wenn sich in der Oberwarter Innenstadt wirklich etwas verändern soll, muss der Busbahnhof vom Hauptplatz an die Peripherie verlegt werden. „Wenn wir die Innenstadt neu denken wollen, muss der Busbahnhof weg. Das ist eine Grundvoraussetzung für die Umgestaltung“, sagt Bürgermeister Georg Rosner. Und damit wird ein Thema neu aufgerollt, das in Oberwart seit Jahren diskutiert wird.

Nachhaltiger Umbau ein Rennen gegen die Zeit

?Die Idee einer grüneren, verkehrsberuhigten Innenstadt ist nicht neu. Was neu dazukommt ist aber der Zeitdruck. 2027 feiert Oberwart sein 700 Jahr-Jubiläum und bis dahin möchte die Stadt die Achse vom Rathaus bis zur Ampel beruhigen und als Mittelpunkt stärken. Sowohl der Orstchef, als auch sein Vize Michael Leitgeb kündigten erste Schritte dazu schon im Vorjahr an. Trotz zahlreicher Gespräche, Planungen und eines abgeschlossenen Architekturwettbewerbs fehlt es bis heute an der notwendigen Umsetzung.

„Diese Entwicklung ist uns seit vielen Jahren zentrales Anliegen. Erhebungen und Analysen zum Verkehr in der Innenstadt gab es schon 2019. Ich kann aber nicht als Gemeinde für den Busbahnhof Steuergeld in die Hand nehmen. Ich sehe mich da nicht in der Verantwortung. Ein zentraler Busbahnhof muss in überregionalem Interesse stehen. Das muss vom Land und von den Verkehrsbetrieben Burgenland aufgegriffen werden. Wir haben Hausaufgaben gemacht, haben einiges in der Innenstadt saniert, aber der Busbahnhof muss aus dem Zentrum rausverlegt werden“, sagt Rosner.

Gespräche und Abstimmungen laufen

„In der Frage Verlegung des Busbahnhofs ist die Stadtgemeinde Oberwart federführend. Zu dieser Thematik laufen Gespräche und Abstimmungen zwischen Stadtgemeinde und den Verkehrsbetrieben Burgenland“, heißt es in einem kurzen Statement aus dem Büro des zuständigen Landesrates Heinrich Dorner. Aber das ist dem Oberwarter Stadtchef zu wenig. „Der öffentliche Verkehr ist wichtig, aber für die Innenstadt muss rasch etwas passieren. Da muss Geld in die Hand genommen werden. Wir müssen eine gemeinsame Lösung finden, um den Hauptplatz gemeinsam mit dem Land zu attraktivieren und deshalb werde ich mich um einen weiteren Termin bei Landesrat Dorner und Landeshauptmann Doskozil bemühen, um diese Priorität zu setzen“, sagt Rosner und bringt gleich eine weitere Möglichkeit ins Spiel.

„Zuerst war der Badparkplatz Thema, aber der war laut Verkehrsplanung, zu klein. Ein Teil des Billaparkplatzes in der Umlegungsstraße und die ehemalige Köberlhalle würden sich aus meiner Sicht anbieten“, sagt Georg Rosner.