2024: Leichter Anstieg bei Geisterfahrern im Burgenland

Ö3-Statistik

Laut Ö3-Verkehrsservice waren im vergangenen Jahr 400 Geisterfahrer auf Österreichs Straßen unterwegs, 2023 waren es noch um 40 mehr. Neben der Steiermark verzeichnet das Burgenland als einziges Bundesland einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Im Burgenland waren 2024 sieben Geisterfahrer laut Ö3-Verkehrsservice unterwegs.

Im Burgenland waren 2024 sieben Geisterfahrer laut Ö3-Verkehrsservice unterwegs.

© Shutterstock.com / Petair

Im vergangenen Jahr gab es elf Geisterfahrer, davon endeten zwei Fahrten tödlich, eine Person wurde schwer verletzt, 23 leicht. Seit 2018 führt erstmals die Steiermark das Bundesländerranking an, dahinter platzieren sich Niederösterreich und Kärnten. Die wenigsten Geisterfahrermeldungen gab es in Wien.

A2 bleibt Autobahn mit den meisten Meldungen

Im Burgenland und der Steiermark gab es einen leichten Anstieg an Geisterfahrermeldungen, alle anderen verzeichneten einen Rückgang. Die Autobahn mit den meisten Geisterfahrern bleibt die A2 Südautobahn (64 Meldungen), gefolgt von der A10 Tauernautobahn und der A1 Westautobahn. Auf der neuen Fürstenfelder Schnellstraße (S7) wurden im vergangenen Jahr sieben Geisterfahrer gemeldet.

Das Autobahnteilstück mit den meisten Geisterfahrermeldungen bleibt der „Wörtherseeabschnitt“ in Kärnten auf der A2 zwischen Klagenfurt und Villach. Gleichn wie auf der Semmering Schnellstraße (S6) wurden im vergangenen Jahr 20 Geisterfahrer registriert. Der Großraum Villach bleibt auch weiterhin der „Geisterfahrer-Hotspot“: Jeder sechste Geisterfahrer wird dort gemeldet.

Sommer- und Wochenendtage am stärksten betroffen

Im Februar des vergangenen Jahres gab es die wenigsten Geisterfahrermeldungen. Die stärksten Monate waren Juni bis September, im August gingen die meisten Meldungen (49) beim Ö3-Verkehrsservice ein. Der Tagesrekord war am Dienstag, dem 25. Juni: Ganze sieben Geisterfahrer wurden an diesem Tag registriert. Der Tag mit den meisten Meldungen (10) stammt aus dem Jahr 2006.

Auch 2024 wurden am Wochenende mehr Geisterfahrer registriert, am häufigsten an einem Samstag. Sie waren zwischen 21 und 24 Uhr unterwegs, zwischen 6 und 9 Uhr ist das Risiko am geringsten. Hauptgründe der Geisterfahrten sind Alkohol- oder Drogeneinfluss sowie Überforderung und Ablenkung.

Geisterfahrermeldungen in Österreich:

  • 2024: 400 (2023 444)
  • höchster Wert seit 1994: 550 im Jahr 2004
  • niedrigster Wert seit 1994: 346 im Jahr 2020

Geisterfahrer nach Bundesländern:

  • Steiermark: 88 (2023 83)
  • Niederösterreich: 84 (2023 93)
  • Kärnten: 81 (2023 86)
  • Oberösterreich: 48 (2023 59)
  • Tirol: 35 (2023 42)
  • Salzburg: 28 (2023 31)
  • Burgenland: 17 (2023 16)
  • Vorarlberg: 11 (2023 20)
  • Wien: 8 (2023 14)