Drei Abende lang stand der Festsaal der Volksschule Parndorf ganz im Zeichen der traditionellen Tamburizzamusik. Der Tamburizza-Verein „Ivan Vukovič – Parndorf“ lud von Freitag bis Sonntag zum Großen Tamburizza Herbstkonzert und durfte sich über einen großen Besucherandrang freuen.
Marathon-Rekord: Rainer Predl läuft 3.516 Runden um Leuchtturm
Podersdorf am See
Extremsportler Rainer Predl aus Lassee hat am Muttertag in Podersdorf am See einen besonderen Weltrekord aufgestellt: 42,195 Kilometer lief er in 3516 Runden um den Leuchtturm – jede Runde nur zwölf Meter lang. Mit dem Benefizprojekt sammelte der 36-Jährige 1000 Euro für das Kinderhospiz Sterntalerhof.
Auf einen gelungenen Weltrekordversuch von Rainer Predl (2.v.r.) - 42,195 Kilometer um den Podersdorfer Leuchtturm.
© David Pokorny
Ein sportliches Spektakel mit sozialem Ziel
Am Sonntag, dem 12. Mai, wurde der Leuchtturm von Podersdorf zur Kulisse eines ungewöhnlichen Marathons. Der niederösterreichische Extremläufer Rainer Predl aus Lassee absolvierte die klassische Marathondistanz von 42,195 Kilometern auf einer zwölf Meter kurzen Strecke – in exakt 3516 Runden. Um Orientierungslosigkeit zu vermeiden, wechselte er alle fünf Kilometer die Laufrichtung.

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Zahlreiche Gäste verfolgten den Lauf vor Ort, bejubelten Predl vom Steg aus und sogar von einer ankernden Fähre sowie von vorbeifahrenden Segelbooten. Nach 5 Stunden, 37 Minuten und 29 Sekunden beendete der Sportler seine letzte Runde. „Die Herausforderung war größer als gedacht, auf der Straße laufe ich viel schneller“, sagte er im Ziel. „Die Enge der nur zwölf Meter langen Runde hat mir ordentlich zu schaffen gemacht – da wurde mir zeitweise richtig schwindelig.“
Rekorde zwischen Wüste, Dschungel und Tiefkühlhaus
Der 36-jährige Predl ist in der internationalen Laufszene für seine spektakulären Einsätze bekannt. Er lief bereits durch die Sahara, die Mojave-Wüste, die Antarktis und den vietnamesischen Dschungel. Zu seinen Rekorden zählen etwa ein 100-Kilometer-Lauf auf dem Donauturm, ein Marathon um den eigenen Küchentisch und ein Lauf bei minus 38 Grad in einem Tiefkühlhaus.
Der Podersdorfer Marathon war ursprünglich für 2020 geplant, musste wegen der Corona-Pandemie aber verschoben werden. „Ich bin sehr glücklich, diesen besonderen Marathon endlich nachholen zu dürfen“, sagte Predl im Vorfeld.

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Mit Projekten wie diesen nutzt Predl seine sportliche Ausdauer und öffentliche Aufmerksamkeit für soziale Anliegen. Seit Jahren ist er Botschafter des Kinderhospizes Sterntalerhof in Kitzladen im Südburgenland.
1000 Euro für den Sterntalerhof
Die Aktion in Podersdorf war als Benefizlauf angelegt. Insgesamt kamen 1000 Euro an Spenden zusammen. Besucherinnen und Besucher konnten sich über das Projekt informieren und Weine der Podersdorfer Seewinzer verkosten. Bürgermeisterin Michaela Wohlfart und Tourismuschef Rene Lentsch unterstützten den Lauf, indem sie selbst Wein ausschenkten – der Erlös ging zur Gänze an den Sterntalerhof.

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„Wir freuen uns sehr, dass Podersdorf Austragungsort dieses außergewöhnlichen Projekts sein durfte“, sagte Lentsch. „Es ist schön zu sehen, wie Sport, Menschlichkeit und unsere Region auf so eindrucksvolle Weise zusammenkommen. Dass wir dabei auch einen Beitrag zu einem wohltätigen Zweck leisten konnten, macht uns besonders stolz.“

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Mit Ausdauer, Humor und einem ausgeprägten Sinn für soziale Verantwortung bewies Rainer Predl erneut, dass sportliche Höchstleistungen weit über persönliche Rekorde hinauswirken können.