Machetenbesitzer obduziert: Schuss war tödlich

Polizist schoss

Die Obduktion des 55-jährigen, bislang unbescholtenen Mannes, der am Nachmittag des 5. Jänner bei einem Polizeieinsatz in Bad Sauerbrunn ums Leben gekommen war, ergab: Der Tod trat in Folge einer Schussverletzung ein.

Von Von Elisabeth Kirchmeir

Die Ermittlungen zum Polizeieinsatz am Freitagabend, 5. Jänner 2024, in Bad Sauerbrunn dauern noch an.

Die Ermittlungen zum Polizeieinsatz am Freitagabend, 5. Jänner 2024, in Bad Sauerbrunn dauern noch an.

© Thomas Lenger, Monatsrevue

Details werden erst, so Petra Bauer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, im schriftlichen Gutachten enthalten sein.

Die Obduktion war durchgeführt worden, um zweifelsfrei die Todesursache des 55-Jährigen zu klären.

Am 5. Jänner war die Polizei aus Anlass eines Familienstreits zu dem Einfamilienhaus in Bad Sauerbrunn gerufen worden. Laut Polizei soll der Mann nach dem Eintreffen der Polizisten seine Frau mit einer Machete bedroht haben. Bei einer Machete handelt es sich laut Auskunft der Staatsanwaltschaft um keine verbotene Waffe.

Auf Befehle eines Polizisten, die Machete niederzulegen und zu kooperieren, reagierte der Mann nicht. Auch der Einsatz eines Pfeffersprays sei laut Polizei ohne Wirkung geblieben.

Daraufhin soll der Mann einen Polizisten mit der Machete attackiert haben, der Exekutivbeamte wurde dabei verletzt. „Aufgrund dieser lebensbedrohenden Situation erfolgte daraufhin durch die Ersteinschreiter der Polizei eine Schussabgabe durch die Dienstwaffe, wodurch der Angreifer getroffen und gestoppt werden konnte“, gab die Polizei am Freitagabend bekannt.

Vorfälle wie dieser sind im Burgenland selten

Polizeieinsätze, bei denen Personen durch Schüsse von Polizisten getötet werden, sind nach Auskunft von Polizeisprecher Helmut Marban sehr selten. Er selbst könne sich an keinen solchen Fall erinnern.

Hinsichtlich jenes Beamten, der in Bad Sauerbrunn von seiner Dienstwaffe Gebrauch gemacht hatte, werden behördliche Ermittlungen geführt. „Es wird geprüft, ob der tödliche Schusswaffengebrauch gerechtfertigt war“, sagt Staatsanwältin Petra Bauer. Diese Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt Wien geführt. Das Landeskriminalamt Burgenland klärt die sonstigen Vorfälle vor Ort.

Wer die Polizei an diesem Freitagnachmittag überhaupt verständigt hatte, ist Gegenstand dieser Ermittlungen.

Die beteiligten Polizisten sind indessen dabei, das Erlebte aufzuarbeiten. Psychologische Unterstützung werde ihnen dafür angeboten, so Helmut Marban.